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Einspruch

Bürgermeisterwahl in Burg Stargard könnte wiederholt werden

Neubrandenburg / Lesedauer: 2 min

Hat Burg Stargards Bürgermeister Tilo Lorenz Wahlkampf für sich bei einem Schulfest geführt? Mit einem entsprechenden Einspruch muss sich die Stadtvertretung befassen.
Veröffentlicht:05.07.2022, 14:23

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Gegen die Wiederwahl von Burg Stargards Bürgermeister Tilo Lorenz (CDU) am 12. Juni ist Einspruch eingelegt worden. Wie Gemeindewahlleiter Christian Walter dem Nordkurier sagte, ging der Einspruch fristgerecht ein. Der Einreicher, dessen Name der Gemeindewahlleiter nicht nannte, werfe Tilo Lorenz vor, verbotene Wahlwerbung während des Schulunterrichts in Burg Stargard gemacht zu haben. Ein weiterer angeführter Grund sei Wahlwerbung im Stargarder Amtsblatt.

Bürgermeisterwahl könnte wiederholt werden

Ob dem Einspruch stattgegeben wird, soll jetzt die Stadtvertretung entscheiden, in welcher die CDU-Fraktion die Mehrheit hat. Einen eigenen Wahlprüfungsausschuss gebe es nicht, sagte Christian Walter. Allerdings sei es angesichts der Ferienzeit schwierig, einen Termin für eine entsprechende Sitzung der Stadtvertretung zu finden. „Wir sind im Abstimmungsprozess, der Einspruch soll möglichst zeitnah behandelt werden.“ Sollte dem Einspruch stattgegeben werden, könnte es sein, dass die Bürgermeisterwahl wiederholt wird.

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Die dritte Amtszeit von Tilo Lorenz soll im November beginnen. Der Amtsinhaber war bei der Bürgermeisterwahl am 12. Juni erneut in seinem Amt bestätigt worden. Der 41-jährige Diplom-Verwaltungswirt setzte sich gegen seine 46 Jahre alte Gegenkandidatin und Stadtvertreterin Katja Sievert (Wählergruppe Stargard 2030) durch.

Weniger Stimmen als 2015 für Lorenz

Für Tilo Lorenz stimmten nach dem amtlichen Endergebnis 55 Prozent der Wähler, Katja Sievert konnte 45 Prozent der Stimmen auf sich vereinen. Die Wahlbeteiligung lag bei 46,8 Prozent und damit unter dem Wert von 2015. Tilo Lorenz ist seit 2008 Rathauschef in Burg Stargard mit aktuell rund 5400 Einwohnern. Bei der Wahl 2015 hatte er fast 80 Prozent der Stimmen bekommen.

Bereits kurz vor der Wahl 2022 hatte der Stargarder AfD-Fraktionschef Andreas Rösler den Vorwurf gegen Lorenz erhoben, dieser habe auf einem Fest an der Stargarder Regional- und Grundschule zum Kindertag als Bürgermeister Wahlwerbung für sich gemacht. Der Rathauschef wies damals den Vorwurf von sich und führt an, er habe als Privatperson und auf eigene Kosten bei dem Fest zum Kindertag unter anderem Gutscheine für eine Eisdiele in der Stadt verteilt.

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