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Lebensretter

Das macht den Chef von Neubrandenburgs Feuerwehr sauer

Neubrandenburg / Lesedauer: 2 min

Im Lindetalcenter, Stadtringtreff und in der Deutschen Bank Filiale am Friedrich-Engels-Ring lösen Rauchmelder öfter aus. Obwohl es dort nicht brennt, birgt das Lebensgefahr.
Veröffentlicht:10.02.2024, 11:21

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Tag und Nacht sind sie in und um Neubrandenburg im Einsatz und das auch das gesamte Jahr über. Wochenende und Feiertage kennen sie nicht. Wenn sie gerufen werden, sind sie zur Stelle. Für die Feuerwehr und den Rettungsdienst ging mit dem Jahr 2023 ein Jahr voller Einsätze zu Ende.

Über die kostenfreie Telefonnummer 112 sind sie dabei für Hilfesuchende in allen Ländern der Europäischen Union zu erreichen. Um den Menschen bewusst zu machen, dass die Notrufnummer in allen EU-Ländern funktioniert, gibt es seit einigen Jahren den europaweiten Tag des Notrufes am 11. Februar. Das Datum des Aktionstags geht zurück auf die Notrufnummer 112 selbst: Hierbei steht der Tag für die 11 und der Monat für die 2.

Insgesamt 9524 Einsätze

Zu diesem europaweiten Notruftag zieht die Stadt Neubrandenburg Bilanz über die Einsätze der Berufsfeuerwehr und des Rettungsdienstes im Jahr 2023

Im vergangenen Jahr rückten die Mannschaften der Vier-Tore-Stadt insgesamt 9524 Mal aus: Diese Zahl unterteilt sich in rund 8035 Einsätze des Rettungsdienstes und 1489 Einsätze der Feuerwehr, darunter 990 Einsätze zur technischen Hilfestellung und 414 Einsätze wegen Brandalarms.

Durchschnittlich jeden zweiten Tag rückte die Feuerwehr aus, um Feuer zu löschen, es gab im letzten Jahr 174 Brände im Stadtgebiet. 240 Fehlalarme wurden registriert. Bei den Einsätzen der Berufsfeuerwehr und ihres Rettungsdienstes wurden im vergangenen Jahr 424 Menschen gerettet, davon 51 bei Brandeinsätzen und 373 bei Unfällen.

Frank Bühring ist Chef der Neubrandenburger Berufsfeuerwehr.
Frank Bühring ist Chef der Neubrandenburger Berufsfeuerwehr. (Foto: Udo Roll)

Das kann auch Frank Bühring, Leiter der Berufsfeuerwehr Neubrandenburg bestätigen. Er ist wegen der vielen Einsätze besonders dankbar für die beiden freiwilligen Feuerwehren der Stadt. So ist nämlich gesichert, dass mehrere Einsätze parallel betreut werden können. "Es bringt uns nicht in Bredouille. Wir können uns darauf verlassen, dass da Leute sind, die ausfahren, wenn wir nicht können", sagt er.

Fehlauslösungen durch Heimrauchmelder

Im Jahr 2023 stellte die Berufsfeuerwehr mehr Fehlauslösungen von Heimrauchmeldern fest. Es sind nach Aussage des Feuerwehrmannes über 60 Prozent. "Heimrauchmelder sind aber extrem wichtig, weil sie Leben retten", sagt er. Im Jahr 2023 gab es 70 Einsätze, in denen der Heimrauchmelder der Auslöser war. In 28 Fällen wurde die Feuerwehr tätig.

Für die Berufsfeuerwehr ist es allerdings nicht schlimm, wenn die Feuerwehr zum Einsatz gerufen wird, die Situation aber schon eigens gelöst wurde. "Lieber einmal zu viel anrufen, als zu wenig", sagt Frank Bühring. Trotzdem gibt es Einsätze, die den Feuerwehrmann ärgern. "Böswillige Alarmierungen sind ärgerlich".

Gerade im Lindetalcenter, Stadtringtreff und in der Deutschen Bank Filiale am Friedrich-Engels-Ring werden Handrauchmelder unnötig ausgelöst, erzählt Frank Bühring. "Wir kommen an öffentlich zugänglich Bereiche mit einem Großaufgebot an Fahrzeugen und Personal und stehen dann für die Menschenrettung anderorts nicht mehr zur Verfügung".