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Nato-Übung

Friedensbündnis zieht drastischen Vergleich

Neubrandenburg / Lesedauer: 1 min

Rund 50 Demonstranten protestierten am Montagmorgen gegen die Nato-Übung "Air Defender 23" — mit eindeutigen Parolen auf ihren Plakaten und einem drastischen Vergleich.
Veröffentlicht:12.06.2023, 10:35

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Mit Plakaten, auf denen „Ami go home“ und „Keine Waffenlieferungen in Kriegsgebieten“ stand, kritisierten rund 50 Demonstranten am Montagmorgen die grossangelegte Militärübung, während in Europa Krieg herscht. Aufgerufen zu der Demonstration hatte das Neubrandenburger Friedensbündnis.

Deutsche Waffenexporte in Kritik

Ein Redner betonte, eine Nato-Übung zum jetzigen Zeitpunkt würde das Kriegsgeschehen nur weiter aufrecht erhalten. Weitere Redner kritisierten auch das Verhalten der Bundesregierung und deutsche Waffenexporte. Eine Rednerin vergriff sich dabei im Ton und verglich die Regierung mit dem Dritten Reich. "Dass wir jetzt darüber diskutieren, neue Autobahnen zu bauen, damit wir schneller in den Krieg eingreifen können, das kennen wir von Hitler", behauptete sie und unterstellte der Regierung damit eine Absicht hinter dem Ausbau der Autobahnen, die keineswegs belegbar ist.

Atomarer Krieg als Gefahr

Eine Rednerin vergriff sich im Ton und verglich die Regierung mit dem Dritten Reich.
Eine Rednerin vergriff sich im Ton und verglich die Regierung mit dem Dritten Reich. (Foto: Henning Stallmeyer)

Die Demonstranten skandierten unter anderem „Frieden schaffen ohne Waffen“. Ein Redner kritisierte, dass die Übung eine geplante Provokation an Russland sei und warnte vor der Gefahr eines atomaren Krieges. „Diese Flugzeuge, die hier fliegen, können auch einen atomaren Erstschlag verüben. Wenn hier eine Bombe hochgeht, können wir in Europa nicht mehr leben, hinterm Atlantik aber schon“, kritisierte er die Amerikaner. Weitere Themen waren der entstehende Fluglärm in der Seenplatte während der Übung.