StartseiteRegionalNeubrandenburgErneute Mahnwache für Frühchen-Station in Neubrandenburg

Behandlungsverbot

Erneute Mahnwache für Frühchen-Station in Neubrandenburg

Neubrandenburg / Lesedauer: 2 min

Fünf Tage vor der entscheidenden Sitzung des Petitionsausschusses zur Behandlung von Extrem-Frühchen findet wieder eine Mahnwache auf dem Marktplatz statt.
Veröffentlicht:15.02.2023, 18:33

Artikel teilen:

Mit einer weiteren Mahnwache für eine Weiterbehandlung von Extremfrühchen in Neubrandenburg wollen die Unterstützer einer erfolgreichen Petition Druck auf die Politik machen. Bevor Renate Krajewski, Vorsitzende der Mitarbeitervertretung des Dietrich-Bonhoeffer-Klinikums (DBK), am 27. März im Petitionsausschuss des Bundestages angehört werde, laden die Mitarbeitervertretung und die Biker Friends MV noch einmal zu einer Mahnwache ein, teilte das Klinikum mit. Am Mittwoch, 22. Februar, soll um 15.30 Uhr auf dem Neubrandenburger Marktplatz erneut auf die Problematik bei der Behandlung der kleinsten Frühgeborenen am DBK aufmerksam gemacht werden.

Mehr lesen: Neustrelitzer Schüler spenden für Neubrandenburger Frühchenstation

Über 100.000 Unterschriften

Seit Anfang dieses Jahres gilt für das Neubrandenburger Klinikum ein Behandlungsverbot für Frühgeborene mit einem Geburtsgewicht unter 1250 Gramm. Dem Klinikum wurde der Status als Perinatalzentrum Level 1 aberkannt, weil die festgelegte Mindestmenge solcher Fälle von aktuell 20 Extremfrühchen pro Jahr hier zuletzt nicht erreicht wurde. Sogenannte Extremfrühchen werden in der Region künftig nur noch in Berlin, Greifswald, Rostock oder Schwerin behandelt.

In einer von der Mitarbeitervertretung des DBK initiierten Petition, die mit über 100.000 Unterschriften erfolgreich war, wird gefordert, die Mindestmenge der Fälle nicht mehr als maßgebliches Instrument heranzuziehen, sondern lieber „angemessene Maßnahmen zur Qualitätssicherung“ bei einem Behandlungsverbot zu beachten. Dabei ist die Anhörung im Petitionsausschuss laut Klinikum ein „erster wichtiger Schritt, der nur durch die große Beteiligung bei der Mitzeichnung der Online-Petition“ möglich geworden sei. Von der anschließenden Empfehlung der Ausschussmitglieder hänge es ab, ob das Thema auch im Bundestag zur Sprache komme.