StartseiteRegionalNeubrandenburgGrundschule in Neubrandenburg bleibt nach Rettungseinsatz geschlossen

Evakuierung

Grundschule in Neubrandenburg bleibt nach Rettungseinsatz geschlossen

Neubrandenburg / Lesedauer: 2 min

Mehrere Schüler an einer Grundschule klagten am Freitag über Atemnot. Es lief ein großer Rettungseinsatz an. Am Montagmorgen sind weitere Untersuchungen durchgeführt worden.
Veröffentlicht:20.11.2023, 10:43

Von:
  • Lisa Gutzat
Artikel teilen:

Nach dem Rettungseinsatz am Freitag in der Grundschule Nord im Neubrandenburger Reitbahnviertel bleibt die Schule am Montag geschlossen. Mehrere Schüler hatten über Atemnot geklagt. Am Montagmorgen gab es eine weitere Überprüfung im Schulgebäude, teilt Peter Modemann mit, Fachbereichsleiter Sicherheit und Ordnung. Zwar seien bei der Luftmessung keine Schadstoffe festgestellt worden. Dennoch bleibt die Schule am noch Montag geschlossen und es wird eine Notbetreuung eingerichtet, informierte die Grundschule auf ihrer Internetseite. Die Schülerinnen und Schüler würden Homeschooling machen.

Vier Kinder mussten ins Krankenhaus

Mehrere Schülerinnen und Schüler der Grundschule Nord im Neubrandenburger Reitbahnviertel hatten Freitagmittag über Atemnot geklagt. Kurze Zeit später wurde die Schule evakuiert, weil es den Verdacht auf das Austreten einer giftigen Substanz gab, wie die Polizei mitteilte. Nachdem die Schule am Freitag evakuiert wurde, hatten Rettungskräfte mehr als 70 Kinder in der benachbarten Sporthalle untersucht. Vier Kinder mussten anschließend wegen Atemwegsbeschwerden ins Krankenhaus gebracht werden, hieß es von der Polizei. Am Nachmittag war der Einsatz beendet. 

Der Verdacht, dass eine gefährliche Substanz ausgetreten sein könnte, bestätigte sich nicht, teilte die Polizei mit. Untersuchungen hätten ergeben, dass weder gefährliche Gase noch Flüssigkeiten in der Schule ausgetreten seien. Jetzt ermittelt die Kriminalpolizei aufgrund des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung und führt Befragungen durch.

Ungewöhnlicher Geruch im Essbereich

Neubrandenburgs stellvertretender Oberbürgermeister Peter Modemann (CDU) ist bei dem Rettungseinsatz dabei gewesen, wie er sagte. Die Symptome der Kinder seien aufgetreten, als sie sich im Ess- und Küchenbereich der Schule aufhielten. „Ich habe mit der Direktorin gesprochen, sie hat dort einen ungewöhnlichen Geruch wahrgenommen“, berichtete Modemann. Daraufhin seien die Kinder nach draußen geschickt worden.

Bei dem Einsatz seien zwölf Rettungsfahrzeuge dabei gewesen, weiß Modemann. Zudem habe das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) gemeinsam mit der Feuerwehr das gesamte Gebäude überprüft. Doch es konnte nichts festgestellt werden, berichtet der stellvertretende OB. „Es war vor allem für die Eltern und Schüler ein Schreck. Aber am Ende sind alle ruhig geblieben und die Eltern konnten ihre Kinder aus der Sporthalle abholen“, berichtete Modemann. Die Polizei hatte in einer Erstmeldung die Eltern und weitere mit der Schule verbundene Personen gebeten, ruhig zu bleiben und die Rettungsarbeiten am Einsatzort nicht zu behindern.