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Hobbypiloten messen sich bei Flugrallye in Trollenhagen

Neubrandenburg / Lesedauer: 3 min

17 Besatzungen aus dem ganzen Bundesgebiet machten am Wochenende auf dem Neubrandenburger Flughafen Trollenhagen unter sich aus, wer am besten Navigieren und Landen kann.
Veröffentlicht:08.08.2021, 20:10

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Mit so viel zivilem Luftverkehr am Flughafen Trollenhagen hatte man gar nicht mehr gerechnet. Rund drei Wochen nachdem die Bundeswehr eine Übung mit KSK-Kräften der Bundeswehr durchführte, rollten erneut viele Flugzeuge über die Piste bei Neubrandenburg, diesmal allerdings kleine Privatmaschinen. Bereits zum 24. Mal fand am Wochenende die Flugrallye Mecklenburg-Vorpommern statt. Die Rallye war für den 7. bis 9. Mai geplant, was pandemiebedingt aber nicht möglich war.

Trotz Pandemie und unter Einhaltung der geltenden Hygienebestimmungen konnte der Flugsportclub Neubrandenburg am vergangenen Wochenende die MV-Rallye durchführen können. Angemeldet hatten sich Teams aus dem gesamten Bundesgebiet, darunter auch aus Thüringen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein. Geflogen wurde der Wettbewerb in den Luftfahrzeugklassen „E“ (einmotorige Flugzeuge) und „M“ (Ultraleichtflugzeuge). Insgesamt 17 Besatzungen und Maschinen hatten sich für die Flugrallye angemeldet.

Neubrandenburger Flugsportclub mit dabei

Auch der Neubrandenburger Flugsportclub ging mit einem Team an den Start. Pilot Frank Hoffmann und Co-Pilot Paul Jahn aus Neubrandenburg hoben um 11.22 Uhr mit ihrer Maschine ab. „Paul Jahn sei bereits seit vielen Jahren ein großer Luftsportfreund und Sponsor des Vereins, worüber wir sehr dankbar sind“, sagt der Pressesprecher Werner Niepel.

„Der Wettbewerb diente der fliegerischen Weiterbildung und Erhöhung der Flugsicherheit. Doch auch der Spaßfaktor spielt eine große Rolle bei uns“, erläutert Werner Niepel. Ziel war es, eine vorgegebene Route zu fliegen und „WP“ (Waypoints oder Wegpunkte) möglichst genau einzufangen. Diese Punkte wurden vorab durch die Organisatoren festgelegt und mit GPS-Koordinaten gesichert. Gegen 11.15 Uhr war es so weit. Nach einem ausführlichen Briefing ging alles ganz schnell. Im Drei-Minuten-Takt starteten die Besatzungen vom Start- und Zielflughafen Trollenhagen. Die Route führte die Luftsportteams über die gesamte Seenplatte mit tollen Ausblicken über Waren (Müritz), Neustrelitz, Wesenberg sowie weitere Städte.

Wegpunkte möglichst genau überfliegen

Ausgestattet mit einer Luftfahrtkarte, GPS-Logger und Wegpunktbildern galt es, die beste Punktzahl zu erreichen. Die Herausforderung bestand darin, die Wegpunkte möglichst genau und in einer bestimmten Höhe zu überfliegen. Wem dies nicht ganz gelang, hatte mit Punkteabzug zu rechnen.

Die größte Hürde wartete jedoch bei der Rückkehr auf der Landebahn. Auf einem drei Meter langen festgelegten Feld war hier mit den Haupträdern aufzusetzen. Eine Skala davor und danach brachte Strafpunkte mit sich. Dies sei selbst für erfahrene Piloten eine Herausforderung, so Niepel.

Durchsetzen konnten sich am Ende Teams in der Einsteigerklasse aus Schleswig-Holstein und in der Wettbewerbsklasse aus Nordrhein-Westfalen. Mit der Übergabe der Pokale durch den Vereinsvorsitzenden Rüdiger Mahnhardt nahm die Flugrallye Mecklenburg-Vorpommern 2021 ein erfolgreiches Ende. Die nächste Rallye findet nach Angaben des Vereinssprechers dann in Schleswig-Holstein statt. Man wechsle sich alle zwei Jahre untereinander ab, hieß es weiter. Auch hier hoffe man auf zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Luftsportszene.