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Prügel-Videos

Jugendliche verprügelt – Oberbürgermeister spricht nun mit Schülern

Neubrandenburg / Lesedauer: 2 min

In den kommenden Tagen führt Neubrandenburgs Oberbürgermeister Gespräche an mehreren Schulen zum Thema Gewalt. Anlass ist eine Prügel-Attacke auf eine 13-Jährige im Oktober.
Veröffentlicht:04.12.2023, 19:55

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Nachdem im Oktober ein 13-jähriges Mädchen von mehreren Kindern auf offener Straße in Neubrandenburg verprügelt worden war, will Neubrandenburgs Oberbürgermeister Silvio Witt (parteilos) nun in den kommenden Tagen Gespräche an einigen Schulen führen. Nach wochenlanger Planung und Absprache stünden erste Termine fest. In den kommenden Tagen soll es losgehen, teilt die Stadt Neubrandenburg auf Nordkurier-Nachfrage mit.

Gespräche an mehreren Schulen

Diese Gespräche würden jedoch nicht nur an der betreffenden Schule stattfinden, sondern gleich an mehreren, heißt es aus dem Rathaus. Darin soll es in erster Linie allgemein um Gewalt an Schulen gehen, und wie dem entgegengewirkt werden kann.

Vor allem ein Vorfall hatte dieses Thema in den Blickpunkt gerückt: An einem Sonntagnachmittag Ende Oktober war ein 13-jähriges Mädchen in der Ihlenfelder Vorstadt von mehreren Kindern zusammengeschlagen, in den Schlamm geschubst und gedemütigt worden. Videos davon kursierten anschließend im Netz und via Smartphone, etwa in WhatsApp-Gruppen sowie auf Tik Tok.

Erwachsene um Hilfe gebeten

In den Aufnahmen ist zu erkennen, wie zwei dunkelhaarige Mädchen das Opfer beleidigen, mit Fäusten auf ihren Kopf einschlagen und sie mit Füßen treten. Am Ende liegt das Mädchen auf einer Baustelle im Schlamm und wird auch dort von den Täterinnen nicht in Ruhe gelassen, bis eine Anwohnerin die Prügel-Attacke unterbricht. Andere Erwachsene gingen zuvor vorbei, obwohl das Opfer deutlich um Hilfe gebeten hatte.

Kurz nach dem Vorfall hatte sich auch Neubrandenburgs Oberbürgermeister betroffen über den Angriff gezeigt und Gespräche an Schulen angekündigt. „Ich möchte von den Schülerinnen und Schülern wissen, wie sie die Situation im Alltag empfinden und ob sie sich persönlich schon einmal bedroht gefühlt haben. Ich halte Gewalt für ein Problem, das schon in der Wortwahl entsteht. Auch darüber möchte ich sprechen“, so erklärte Silvio Witt sein Anliegen. Dann dauerte es jedoch etwa vier Wochen, bis Termine gefunden werden konnten.