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Baustart

Krämerstraße in Neubrandenburg wird bis Ende 2023 saniert

Neubrandenburg / Lesedauer: 3 min

Bislang brauchten Anwohner der Krämerstraße teils Gummistiefel, um trockenen Fußes ins Auto zu kommen. Nun soll die Zeit der tiefen Schlaglöcher bald vorbei sein.  
Veröffentlicht:03.03.2023, 18:43

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Die von den Anwohnern lange ersehnten Bauarbeiten zur Sanierung der Krämerstraße in der Neubrandenburger Innenstadt haben früher angefangen als geplant. Aufgrund guter Witterungsbedingungen sei es möglich gewesen, bereits jetzt mit den Arbeiten zu beginnen, teilte ein Stadtsprecher auf Nordkurier–Anfrage mit. Im Januar hatte es noch geheißen, dass der Start der Bauarbeiten für April vorgesehen ist.

Zur Frage der Dauer der Bauarbeiten teilte die Verwaltung weiter mit, dass die Baumaßnahme sich in zwei Abschnitte unterteilt. Im ersten Bauabschnitt werde der Bereich von der Ecke 2. Ringstraße bis hin zur Kleinen Fischerstraße erneuert. Dies werde voraussichtlich bis Juni 2023 dauern.

Während Bauzeit kein Durchkommen mit dem Auto

Der zweite Bauabschnitt von der Kleinen Fischerstraße bis zur Kreuzung Dümperstraße wird laut Stadt anschließend das zweite Halbjahr bis Ende 2023 in Anspruch nehmen. Für den Autoverkehr ist in dieser Zeit kein Durchkommen. Aus bauorganisatorischen Gründen werde die Baustelle der jeweiligen Bauabschnitte nicht befahrbar sein, teilte der Stadtsprecher weiter mit. Zugänge zu den Hauseingängen sowie Ausweichparkplätze für die Anwohner würden „sicher– beziehungsweise bereitgestellt“.

Die Gesamtausgaben für die Baumaßnahme belaufen sich auf rund 977.000 Euro. Mehr als die Hälfte der Gesamtinvestition wird durch die Städtebauförderung unterstützt.
Die Gesamtausgaben für die Baumaßnahme belaufen sich auf rund 977.000 Euro. Mehr als die Hälfte der Gesamtinvestition wird durch die Städtebauförderung unterstützt. (Foto: Jörg Franze)

Die Hauseingänge seien für die Anwohner zu jedem Zeitpunkt der Bauarbeiten fußläufig zu erreichen, teilte die Verwaltung weiter mit. Nach Ende der Baumaßnahmen soll es auch wieder Parkmöglichkeiten in der Krämerstraße geben. Es würden insgesamt 35 Parktaschen etabliert — Querparktaschen an der Nordseite und Längsparktaschen an der Südseite, hieß es aus dem Rathaus.

Straßenbau kostet fast eine Million Euro

Die Gesamtausgaben für die Baumaßnahme belaufen sich nach Darstellung der Stadt auf rund 977.000 Euro. Mit 560.000 Euro werde dabei mehr als die Hälfte der Gesamtinvestition durch die Städtebauförderung unterstützt.

Damit hat sich das Bauprojekt trotz zeitlicher Verzögerung augenscheinlich nicht verteuert. Die Sanierung des westlichen Teils der Krämerstraße in der Neubrandenburger Innenstadt war ursprünglich schon viel früher vorgesehen, verzögerte sich aber immer wieder, unter anderem weil die Fahrbahn noch mal „überplant“ werden musste, nachdem sich herausgestellt hatte, dass Richtung Wall zumindest ein Haus zu tief liegt und dort sonst Keller und Parkflächen vollgelaufen würden.

Als Nächstes sind Post– und Wollweberstraße dran

„Wir leben seit gut sieben Jahren an einer Baustraße und das bei exorbitant hohen Mieten“, hatte sich im Januar ein Mann beim Nordkurier gemeldet, nachdem der zuletzt bis Ende 2022 zugesagte Baustart ausgeblieben war.

In der Innenstadt werden die Straßen schrittweise saniert. Vor der Krämerstraße waren unter die Dümper– sowie die Stargarder Straße dran. 2024 ist die Sanierung der Große Wollweberstraße geplant, was sich aber wegen der geforderten Versetzung von Linden–Bäumen als schwieriges und vor allem teures Unterfangen erweist. Laut Rathaus könnte noch in diesem Jahr die Poststraße angefasst werden — in Vorbereitung auf die geplante Bebauung für Hotel und Wohnen. Außerhalb der Innenstadt soll die Heidenstraße nördlich vom Bahnhof saniert werden.