StartseiteRegionalNeubrandenburgMarode Brücke über die Tollense – wer traut sich hier noch rüber?

Sanierung

Marode Brücke über die Tollense – wer traut sich hier noch rüber? 

Altentreptow / Lesedauer: 2 min

Die Kosten waren für Altentreptow nicht zu stemmen; eine Sanierung der maroden Brücke über die Tollense schien unmöglich. Doch jetzt gibt es Grund zur Hoffnung. 
Veröffentlicht:17.08.2023, 15:03

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Beim Anblick des morschen Bodenbelags überlegt sich so mancher Altentreptower wahrscheinlich eher zweimal, ob er die Brücke über die Tollense überqueren soll oder doch lieber einen anderen Weg wählt. Wenn es nach der Verwaltung und den Stadtvertretern in Altentreptow geht, dann wäre die Brücke  längst repariert worden. Ursprünglich sollte die jetzige Holzkonstruktion durch einen Neubau aus Stahl ersetzt werden. Stolze 400.000 Euro wären für diese vom Bauamt vorgeschlagene Variante fällig gewesen — ohne zusätzliche Fördermittel eine unlösbare Aufgabe.

Offenbar erfolgreiche Gespräche

Doch ein Ingenieurbüro war nach einer erneuten Überprüfung der Brücke zu dem Schluss gekommen, dass das Tragwerk nicht komplett neu gebaut werden müsse und einige Sanierungsmaßnahmen ausreichend seien, um die Verkehrssicherheit wieder in vollem Umfang gewährleisten zu können. 109.000 Euro müsste die Stadt dafür berappen — im Vergleich zum Neubau entspricht das einer Kostenersparnis von über 70 Prozent. Die Stadtvertretung hatte dieser Vorgehensweise im September 2022 geschlossen zugestimmt und das Geld in den Haushalt für 2023 übertragen.

Passiert ist allerdings nach wie vor nichts. Denn die Kosten für die Instandsetzung hätten sich seit dem Beschluss mehr als verdoppelt, wie Claudia Ellgoth (parteilos) noch vor einigen Monaten gegenüber dem Nordkurier erklärte. Die Rathauschefin kündigte an, die vorliegenden Preisangebote noch einmal nachverhandeln zu wollen, in der Hoffnung, dass sich die Stadt mit einer Firma einig werden kann. Und wie es aussieht, sind die Gespräche erfolgreich verlaufen.

Reicht das Geld aus?

Voraussichtlich am 21. August soll mit dem Arbeiten begonnen werden, so hat es Bauamtsleiterin Hendrikje Kmietzyk beim jüngsten Bauausschuss bekannt gegeben. Für den Bauausschussvorsitzenden Roman Krepelin (Wählergemeinschaft) war es entscheidend zu wissen, ob das im Haushalt bereitgestellt Geld überhaupt ausreicht. Doch Kmietzyk wusste zu beruhigen. „Wir kommen damit hin“, so die knappe Antwort. Bleibt abzuwarten, ob der angepeilte Termin für den Sanierungsstart wirklich gehalten werden kann oder unvorhergesehene Umstände die Baumaßnahme erneut ausbremsen.