Justiz

Missbrauch der Enkelin — Urteil gegen Großvater gefallen

Neubrandenburg / Lesedauer: 2 min

Im Prozess gegen einen 73–Jährigen am Landgericht Neubrandenburg entschied sich das Gericht für ein Strafmaß, das dicht an der Forderung der Anklagebehörde lag.
Veröffentlicht:14.03.2023, 12:13

Von:
  • Author ImageThomas Beigang
Artikel teilen:

Ein 73 Jahre alter Mann aus Neubrandenburg muss wegen des sexuellen Missbrauchs an seiner Enkeltochter für sieben Jahre hinter Gitter. Das Landgericht Neubrandenburg unter Vorsitz von Richterin Daniele Lieschke folgte mit diesem am Dienstagmittag getroffenen Urteil weitgehend der Forderung der Staatsanwaltschaft, die sich für eine Gefängnisstrafe von sieben Jahren und zehn Monaten ausgesprochen hatte. Die Verteidigung hatte für eine Maximalstrafe von fünf Jahren plädiert.

Großvater gesteht Missbrauch der eigenen Enkelin
Justiz

Großvater gesteht Missbrauch der eigenen Enkelin

qNeubrandenburg

Missbrauchsprozess in Neubrandenburg - deshalb sind einige Anklagepunkte weggefallen
Landgericht

Missbrauchsprozess in Neubrandenburg - deshalb sind einige Anklagepunkte weggefallen

qNeubrandenburg

Sexueller Missbrauch - Mann soll Kinder mit Videospielen gelockt haben
Gerichtsprozess

Sexueller Missbrauch - Mann soll Kinder mit Videospielen gelockt haben

qNeubrandenburg

Öffentlichkeit teilweise ausgeschlossen

Der vor einer Woche gestartet Prozess war am Dienstagvormittag mit der Anhörung einer Psychologin fortgesetzt worden, die den Senioren als schuldfähig eingeschätzt hatte. Der Angeklagte hatte nach Angaben des Gerichts zu Prozessbeginn in der vergangenen Woche bereits ein Geständnis abgelegt. Dadurch blieb dem Mädchen, das in der Tatzeit zwischen 11 und 13 Jahre alt war, eine Aussage vor Gericht erspart. Die Kammer hatte die Öffentlichkeit aus Gründen des Opferschutzes vor einer Woche nach Verlesung der Anklage vom Prozess ausgeschlossen, an diesem Dienstag war die Stellungnahme der Gutachterin sowie Plädoyers und Urteilsverkündung aber öffentlich.

Mann war erst kurz vorher zur Familie gezogen

Der Mann soll sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft vierzehn Mal an dem Mädchen sexuell vergangen haben, in drei Fällen soll es sich am Ende um vollendeten Geschlechtsverkehr gehandelt haben. Als die Mutter des Mädchens davon erfuhr, soll sie die Polizei gerufen haben. Der Senior befindet sich in Untersuchungshaft. Die Vorfälle hatten sich in der Wohnung der Familie des Mädchens und später in der Wohnung des Angeklagten ereignet. Der Mann war erst kurz zuvor aus Schleswig–Holstein nach Neubrandenburg gezogen.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.