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Karneval

Narren wollen es wieder richtig krachen lassen

Rosenow/Kastorf/Wildberg / Lesedauer: 3 min

Zum Auftakt der fünften Jahreszeit haben die hiesigen Karnevalsvereine gleich mehrere Veranstaltungen auf die Beine gestellt. Hier sollen alle auf ihre Kosten kommen.
Veröffentlicht:02.11.2023, 08:39

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Noch bevor am 11. November die offizielle Eröffnung der Karnevalssaison ansteht, wird im Tarnower Speicher der Schlachtruf „Hulle Hulle ‐ Meck Meck“ zu hören sein. Denn die Narren vom Karnevals- und Kulturverein Rosenow haben sich dazu entschieden, die fünfte Jahreszeit bereits am 4. November mit einer stimmungsgeladenen Party einzuläuten. „Wir hoffen natürlich, dass möglichst viele Faschingsfreude am Samstagabend mit uns feiern wollen“, sagt Caroline Ritschel vom Vorstand. Einlass ist ab 19.30 Uhr. Das eigentliche Programm startet dann gegen 21 Uhr. „Es gibt jede Menge Tanzeinlagen der Männer und Frauen, dazu Musik von „DJ Schubsi“ aus Röckwitz, der unserem Verein schon seit vielen Jahren die Treue hält. Er darf bei keiner Veranstaltung fehlen“, meint Ritschel.

Viele neue Mitglieder

Im Gegensatz zu vielen anderen Vereinen in der Region brauchen sich die Rosenower über fehlende Mitglieder nicht zu beklagen. Nach der zweijährigen Corona-Zwangspause sind sogar noch viele neue Gesichter dazu gekommen. „Aktuell haben wir um die 50 Erwachsene und 14 Kinder“, erzählt die Rosenowerin, die gedanklich schon in den Vorbereitungen für das große Vereinsjubiläum im nächsten Jahr steckt. 2024 wird der Karnevals- und Kulturverein Rosenow 65 Jahre alt und das soll am 10. und 11. Februar selbstverständlich gebührend begangen werden. 

Der Kastorfer Karnevalsverein (KKV) muss auf sein nächstes Schnapszahl-Jubiläum nicht mehr so lange warten, wie Roland Thies dem Nordkurier verrät. „Uns gibt es mittlerweile seit 55 Jahren und das wollen wir am 11. November einen ganzen Tag lang feiern“, kündigt der Vereinspräsident an. Los geht es um 11.11 Uhr, wo Sebastian Henke als Bürgermeister der Gemeinde Knorrendorf ganz traditionell die Schlüssel für das Dorfgemeinschaftshaus an den Verein übergibt. Nachdem die Karnevalisten den Saal in Beschlag genommen haben, ist Frühshoppen angesagt. Als musikalischen Live-Act konnte der Verein die „Tollesentaler Blaskapelle“ aus Daberkow gewinnen. „Ungefähr bis 13 Uhr wird es für alle Gäste Freibier und als Mittagessen gratis Erbensuppe geben“, sagt Thies.

Eine Stunde später startet dann das Showprogramm für Familien, bei dem auch Kindertanzgruppen aus Wildberg und Kastorf ihren großen Auftritt haben werden. Dafür haben die jüngsten Vereinsmitglieder in den vergangenen Monaten fleißig geprobt und neue Choreografien einstudiert. Ab 19.30 Uhr startet dann so langsam die zweite Show des Tages mit Live-Musik von der Neustrelitzer Partyband „Die Herzöge“. „Auch hier werden einige Gastvereine das Programm mit gestalten. Da wir selbst nur ein kleiner Verein sind, freut es uns natürlich von anderen Gleichgesinnten Unterstützung zu bekommen“, meint der Vereinspräsident. 

Das Schlusslicht beim diesjährigen Karnevalsauftakt bildet der Wildberger Carneval Club (WCC). „Wir haben unsere Veranstaltung aus Rücksicht auf die anderen Vereinen bewusst auf den 18. November gelegt“, erklärt die Vereinsvorsitzende Ivonne Wagenknecht. Pünktlich um 21.21 Uhr geht das Programm in der Turnhalle des Dorfes mit einem dreifachen „Wulle Wulle ‐ Pack Pack“ los ‐ inklusive Schlüsselübergabe durch Bürgermeisterin Beatrix Papke. Wie in den Vorjahren können sich die Feiernden auf viele bekannte Nummern freuen, die aber musikalisch und choreografisch neu verpackt wurden. „Außerdem werden wir unser Motto für den kommenden Februar bekannt geben“, macht es Wagenknecht spannend. 2024 wird der WCC übrigens 67 Jahre alt und gehört damit zu den ältesten Karnevalsvereinen im Altentreptower Umland.

Da es in diesem Jahr keine Terminüberschneidungen bei den Veranstaltungen gibt, können sich die waschechten Narren aus dem Amtsbereich an gleich drei aufeinanderfolgenden Wochenenden perfekt auf die fünfte Jahreszeit einstimmen lassen.