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Justiz

Neubrandenburger Großvater soll Enkelin missbraucht haben

Neubrandenburg / Lesedauer: 2 min

Ein mutmaßlicher Täter aus Neubrandenburg sitzt wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs bereits seit Oktober in Untersuchungshaft. 
Veröffentlicht:28.02.2023, 16:12

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Gleich in zwei parallel laufenden Verfahren muss sich die Justiz in Neubrandenburg mit Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs und der sexuellen Nötigung auseinandersetzen.

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Schwerer sexueller Missbrauch in elf Fällen

Am 7. März beginnt im Neubrandenburger Landgericht der Prozess gegen einen 72–jährigen Mann aus der Vier–Tore–Stadt wegen des Vorwurfs des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern. Die Staatsanwaltschaft klagt den Mann an, zwischen Dezember 2020 und Oktober 2022 in mindestens vierzehn Fällen an seiner im Tatzeitraum elf– bis 13–jährigen Enkeltochter vergangen zu haben.

Angeklagter bereits in Untersuchungshaft 

In drei weiteren Fällen habe der Angeklagte den Geschlechtsverkehr mit dem Mädchen durchgeführt. Der Angeklagte befindet sich aufgrund eines Haftbefehls des Amtsgerichts Neubrandenburg seit dem 28. Oktober in Untersuchungshaft. Die Verhandlung ist zunächst öffentlich, es muss aber damit gerechnet werden, dass die Öffentlichkeit für der weiteren Verhandlungsverlauf ausgeschlossen werden könnte. Das Gericht hat für den Prozess bisher drei Verhandlungstage eingeplant.

Kurz danach ganz ähnlicher Fall 

Nur zwei Tage später muss ein Verfahren gegen einen 62–Jährigen aus Stavenhagen wegen ähnlicher Vorwürfe eröffnet werden. Die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg wirft diesem Angeklagten vor, minderjährige Jungen unter dem Vorwand des Spielens von Videospielen in seine Wohnung gelockt zu haben. Dabei soll er unter anderem gegen den Willen eines 16–Jährigen in Anwesenheit eines anderen Kindes Analverkehr ausgeübt haben. Auch diese Verhandlung ist zunächst öffentlich, es muss aber ebenfalls damit gerechnet werden, dass die Öffentlichkeit für der weiteren Verhandlungsverlauf ausgeschlossen werden könnte.