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Unbekannte Nummer

Neubrandenburger Seniorin per Whatsapp um fast 4000 Euro betrogen

Neubrandenburg / Lesedauer: 2 min

Erneut haben Betrüger per WhatsApp Geld von Senioren erbeutet, diesmal in Neubrandenburg. Die Polizei mahnt eindringlich.
Veröffentlicht:23.03.2022, 14:52

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Eine 71-Jährige Neubrandenburgerin ist von Kriminellen um knapp 4000 Euro betrogen worden. Sie habe eine WhatsApp-Nachricht von ihrer vermeintlichen Tochter erhalten, dass deren Handy kaputt sei und sie sich über die neue Nummer melde, teilte das Polizeipräsidium Neubrandenburg am Mittwoch mit. Die Seniorin speicherte umgehend die neue Nummer ab und löschte die Nummer ihrer echten Tochter.

Kurz darauf sei sie gebeten worden, Überweisungen für die Tochter vorzunehmen, rekonstruiert die Polizei den Vorgang. Erst 995, dann 1390, dann 1490 Euro. Die Seniorin hatte alle Summen überwiesen. Am Nachmittag forderten die Betrüger die vierte Überweisung, nun wollte die Seniorin aber lieber direkt bei ihrer Tochter nachfragen. Die Betrüger hätten den Anruf nicht entgegengenommen, so die Polizei. Die 71-Jährige habe die letzte Überweisung dann nicht mehr vorgenommen, verlor jedoch insgesamt 3875 Euro. „Als sie am Abend ihrem Mann davon erzählte, wurde der Betrug erkannt”, schließt die Polizei.

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Polizei: Sprechen Sie eine Codewort ab!

Die Ermittler gingen davon aus, dass die Betrüger diese Masche weiterhin versuchen werden und appellieren an die Bevölkerung. „Bitte reden Sie mit Ihren Angehörigen darüber. Machen Sie ein Codewort aus. Wenn Sie solche Nachrichten empfangen, wählen Sie die Ihnen bisher bekannte Nummer Ihrer Angehörigen und fragen persönlich nach. Nehmen Sie keine Überweisungen vor, bevor Sie nicht persönlichen Kontakt hatten”, mahnt die Polizei.

Die Betrugsversuche würden derzeit im gesamten östlichen Mecklenburg-Vorpommern zunehmen. Zu Beginn der Woche verlor ein 65-Jähriger aus Ribnitz-Damgarten (Vorpommern-Rügen) bei der selben Masche 1830 Euro. In diesem Fall hatte der angebliche Sohn mitgeteilt, dass sein Telefon in der Waschmaschine gelandet sei und er daher Überweisungen nicht vornehmen könne. In Jördenstorf hatte sich eine Frau hingegen nicht überlisten lassen.

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