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Kundgebung

Bündnis protestiert in Neubrandenburg gegen Russlandsanktionen

Neubrandenburg / Lesedauer: 1 min

Das Neubrandenburger Friedensbündnis fordert ein Ende der Militärhilfen für die Ukraine. Am Sonnabend tritt ein Redner auf, der nicht unumstritten ist.
Veröffentlicht:22.09.2023, 17:52

Von:
  • Mirko Hertrich
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Das „Friedensbündnis Neubrandenburg“ will am Sonnabend zwei Veranstaltungen durchführen. "Wir laden alle friedenswilligen Menschen um 15 Uhr zur Kundgebung auf den Markt in Neubrandenburg und um 17.30 Uhr zur Konferenz in das Mehrgenerationenhaus in der Poststraße 4 in Neubrandenburg ein, teilte eine Sprecherin mit. Der 23. September sei zugleich der bundesweite Protesttag „Bildungswende jetzt!“, dem sich das Friedensbündnis anschließe.

Umstrittener Redner

Bei der Kundgebung spricht den Angaben zufolge Reiner Braun, ehemaliger. Co-Präsident des Internationalen Friedensbüros (IPB). Das IPB, 1891 von der späteren Friedensnobelpreisträgerin Berta von Suttner mitgegründet, sei das älteste und größte internationale Friedensnetzwerk.

Reiner Braun fiel in der Vergangenheit negativ auf, weil er antisemitische Aussagen des früheren Radio-Moderators und Verschwörungstheoretikers Ken Jebsen als "relativ scharfe Israel-Kritik" verharmloste. Im April 2022 sprach er außerdem der Ukraine das Recht auf Selbstverteidigung ab.

Forderung nach Ende der militärischen Unterstützung

Auf den Kundgebungen des Neubrandenburger Friedensbündnisses sind regelmäßig Fahnen in deutschen und russischen Farben zu sehen. Es fordert von der Bundesregierung das Ende der militärischen Einmischung in den Ukrainekrieg sowie eine Aufhebung der "menschenrechtswidrigen Sanktionen" gegen Russland. Für Rüstung sei unbeschränkt Geld da, dafür fehle es für Kindergrundsicherung, Bildung, die Unterstützung des Mittelstandes, Krankenhäuser und die Pflege, Wohnungen, Umweltschutz, Zukunftsinvestitionen und vieles mehr, heißt es in dem Aufruf.