StartseiteRegionalNeubrandenburgMesserattacke auf Ex-Ausbilder in Neubrandenburg – Prozess beginnt

Versuchter Totschlag

Messerattacke auf Ex-Ausbilder in Neubrandenburg – Prozess beginnt

Neubrandenburg / Lesedauer: 1 min

Der Angeklagte soll plötzlich im Betrieb aufgetaucht und auf den Ausbilder losgegangen sein. Nach der lebensgefährlichen Attacke wurde er zunächst gefasst, konnte aber wieder gehen.
Veröffentlicht:10.10.2023, 11:21

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Für eine lebensgefährliche Messerattacke auf seinen ehemaligen Ausbilder muss sich ein Mann seit Dienstag vor dem Landgericht Neubrandenburg verantworten. Dem 23-Jährigen aus Eritrea wird versuchter Totschlag vorgeworfen, wie die Vertreterin der Staatsanwaltschaft zum Prozessauftakt sagte.

Angriff wohl wegen geringer Meinungsverschiedenheit

Der Angeklagte soll im April plötzlich in dem Ex-Ausbildungsbetrieb in Neubrandenburg aufgetaucht sein, ein Messer gezogen haben und auf den Mann losgegangen sein. Dieser konnte vor den Augen von Kollegen laut Anklage nur knapp verhindern, dass er am Bauch verletzt wurde, erlitt aber eine schwere Handverletzung. Kollegen gingen dann dazwischen.

Der Angeklagte wurde kurz danach gefasst, konnte aber zunächst wieder gehen. Als später bekannt wurde, dass der Angriff wegen geringer Meinungsverschiedenheiten wohl gezielt erfolgt war, erließ ein Gericht Haftbefehl. Danach wurde der Angeklagte in Berlin, wo er inzwischen lebte, gefunden.

Nach der Anklageverlesung wurde die Öffentlichkeit vom Prozess ausgeschlossen. Grund sei, dass der Angeklagte auch dauerhaft in die Psychiatrie eingewiesen werden könnte, sagte eine Gerichtssprecherin. Das Urteil, das im November erwartet wird, soll öffentlich verkündet werden.