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Karnevalsauftakt

Rosenower starten mit Tanz und Striptease in die fünfte Jahreszeit

Tarnow / Lesedauer: 3 min

Obwohl der Karnevals- und Kulturverein Rosenow beim vorzeitigen Saisonstart auf Büttenreden und Sketche komplett verzichtete, waren die Partygäste restlos begeistert. 
Veröffentlicht:06.11.2023, 12:31

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Ein dreifaches „Hulle, Hulle ‐ Meck, Meck!“ schallte am vergangenen Samstagabend immer wieder durch den bunt geschmückten Tarnower Speicher. Obwohl die fünfte Jahreszeit offiziell erst am 11. November beginnt, wollten es die Mitglieder vom Rosenower Karnevals- und Kulturverein mit ihren rund 160 Gästen schon eine Woche vorher so richtig krachen lassen.

Seitenhieb in Richtung der Regierung 

„Ministerpräsident“ Martin Fuhrmann, der bei der Karnevalsparty das närrische Zepter fest in den Händen hielt, hatte sich extra einen neuen Elferrat zusammengestellt, der vielmehr einem Schattenkabinett ähnelte. Allerdings wussten Getränkeminister „Tino, der Durstige“, Bildungsminister „Richi, der Düsige“, Gesundheitsminister „Ronny, der Infizierte“ oder „Timo, der Hungerknecht“, der für das Ressort Verpflegung zuständig war, nicht wirklich, was sie tun sollten und standen nur herum.

„Franz, dem Unbrauchbaren“ hatte Fuhrmann schon von vornherein einen Geschäftsbereich ohne besondere Aufgaben zugewiesen, weil bei ihm an Ende sowieso nichts Sinnvolles herauskommen würde, meinte der „Ministerpräsident“ ‐ ganz klar ein Seitenhieb in Richtung der aktuellen Regierung, wo auf den verschiedenen Ebenen oft auch nicht alles so rund läuft, wie es eigentlich sollte. 

Das Prinzenpaar „Rosamunde und Rosius“ wurde johlend empfangen.
Das Prinzenpaar „Rosamunde und Rosius“ wurde johlend empfangen. (Foto: Ralf Scheunemann)

Die Stimmung war von Beginn an großartig. Als das Prinzenpaar „Rosamunde und Rosius“ alias Oliver Wawrik und Elisa Dabbert nebst Gefolge in den Saal einschwebte, wurde es vom Publikum johlend empfangen und Nico Schubsda aus Röckwitz, besser bekannt als „DJ Schubsi“, drehte die Musikboxen richtig auf. Unter den Gästen befanden sich auch Mitglieder der Karnevalsvereine aus Kastorf, Wildberg und Fürstenwerder. „Wir sind alle freundschaftlich miteinander verbunden und unterstützen uns gegenseitig“, merkte Fuhrmann an.

Männer als Top-Gun-Stripper und Riesenbabys

Nach dem Eröffnungstanz war für das Prinzenpaar jedoch keine Pause angesagt. Bis zum Schluss wirkten sie in allen Tanznummern mit und kamen dabei ordentlich ins Schwitzen. Der Verein verzichtet in seinem Programm schon seit Jahren bewusst auf klassische Büttenreden oder Sketche. Stattdessen stehen tänzerische Performances mit abwechslungsreichen Choreografien im Vordergrund ‐ natürlich nicht ohne die eine oder andere Pointe mit einzubauen.

So ließen die Männer bei einer ihrer Darbietung, die an den Action-Film „Top Gun“ angelehnt war, plötzlich ihre grünen Militär-Overalls fallen und legten einen Striptease hin. Bei der nächsten Nummer verwandelten sie sich in „Riesenbabys“, die weinend nach ihrer Mama riefen, da sie nur durch ihre Liebe und mit viel Bewegung erwachsen werden konnten.

Die Top-Gun-Performance der Männer endete mit einem Striptease.
Die Top-Gun-Performance der Männer endete mit einem Striptease. (Foto: Ralf Scheunemann)

Die Frauen fegten zunächst als Omas verkleidet mit Rollator und Gehstock zu flotten Rhythmen übers Parkett, bevor sie mit Kostüm und Maske zu waschechten Piratinnen wurden. Auch in den gemischten Gruppen wussten die Mitglieder des Karnevalsvereins zu überzeugen und hatten die Lacher auf ihrer Seite.

Erleichterte Gesichter beim großen Finale: Die Rosenower haben den Auftakt der Karnevalssaison bravourös gemeistert.
Erleichterte Gesichter beim großen Finale: Die Rosenower haben den Auftakt der Karnevalssaison bravourös gemeistert. (Foto: Ralf Scheunemann)

Zwei Tage Party zum 65. Vereinsjubiläum

Die Gäste wurden mit jeder Nummer immer mehr angeheizt, klatschten, tanzten und hatten einfach nur jede Menge Spaß. Beim großen Finale hielt es dann niemanden mehr auf den Stühlen – eines von vielen Highlights an diesem Abend, waren sich Laura Röhrdanz und Sabrina Jahnke einig.

Auch Peter Staalkopff hatte seinen persönlichen Favoriten gekürt. „Top Gun ist mein Lieblingsfilm. Die Musik dazu ist hervorragend und die gebotene Tanzeinlage war exzellent.“ Andreas Greeck konnte sich hingegen nicht entscheiden: „Alle Darbietungen waren einfach nur klasse, ein sehr schönes Programm“, so sein Resümee. 

Viel Zeit zum Durchatmen bleibt den Rosenowern allerdings nicht. Denn hinter den Kulissen laufen schon die Vorbereitungen für das 65-jährige Vereinsjubiläum, das am 10. und 11. Februar ordentlich gefeiert werden soll.