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Adventsfeier

Rosenower Wiehnacht lockt viele Besucher in festlich geschmückten Speicher

Rosenow / Lesedauer: 3 min

Viele Besucher kamen zur Rosenower Wiehnacht. In festlicher Atmosphäre erwarb so mancher ein Weihnachtsgeschenk, das man so sonst nirgends bekommt. 
Veröffentlicht:04.12.2023, 18:53

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Viel los war in diesem Jahr bei der Rosenower Wiehnacht. Einige Gäste reisten sogar aus größerer Entfernung an. Kein Wunder, denn die vorweihnachtliche Veranstaltung im Tarnower Speicher hatte so einiges zu bieten. Ausgerichtet wurde sie vom Drei-Kirchen-Förderverein Rosenow-Schwandt-Tarnow und den Dorfvereinen aus Tarnow und Luplow. 

Großer Andrang und viele Hobby-Handwerker

Schon vor der offiziellen Eröffnung war der Andrang im Tarnower Speicher groß. Dabei gab es an den Ständen viele filigrane Arbeiten zu bewundern. Stolz berichtet Kerstin Lohmann, dass sie alle ausliegenden Mützchen, Bäumchen und Wichtel selbst gehäkelt hat. „Ich bin das erste Mal dabei und freue mich, mein Hobby präsentieren zu können.“

Kurt Krüger zeigte diesen herrlichen Schwibbogen, den er selbst angefertigt hat - und da war er auch schon verkauft. 
Kurt Krüger zeigte diesen herrlichen Schwibbogen, den er selbst angefertigt hat - und da war er auch schon verkauft.  (Foto: Ralf Scheunemann)
An ihrem liebevoll geschmückten Stand boten Hannelore Stegemann und Elisabeth Hellwig aus Neubrandenburg auf der Rosenower Wiehnacht Selbstgetöpfertes an. 
An ihrem liebevoll geschmückten Stand boten Hannelore Stegemann und Elisabeth Hellwig aus Neubrandenburg auf der Rosenower Wiehnacht Selbstgetöpfertes an.  (Foto: Ralf Scheunemann)

Das Ehepaar Erika und Kurt Krüger hingegen ist von Anfang an immer auf der Rosenower Wiehnacht gewesen: „Die Holzarbeiten habe ich selbst angefertigt, alles Handarbeit“, sagt Kurt und holt einen beeindruckenden Schwibbogen hervor - der auch sofort einen Käufer findet. Hannelore Stegemann und Elisabeth Hellwig aus Neubrandenburg erzählen, dass sie an jeder ihrer Keramiken im Schnitt acht Stunden arbeiten: „Jedes Teil wurde separat gefertigt, an Stundenlohn denken wir nicht - es ist einfach ein Hobby“, sagen die Rentnerinnen.

Schon vor der offiziellen Eröffnung waren die Plätze an den Kaffeetafeln im Tarnower Speicher gut gefüllt. 
Schon vor der offiziellen Eröffnung waren die Plätze an den Kaffeetafeln im Tarnower Speicher gut gefüllt.  (Foto: Ralf Scheunemann)
Bei den Kuchenfeen gab es 17 Bleche mit verschiedenen Kuchen sowie Waffeln und Muffins - doch sie blieben nicht lange in der Auslage.
Bei den Kuchenfeen gab es 17 Bleche mit verschiedenen Kuchen sowie Waffeln und Muffins - doch sie blieben nicht lange in der Auslage. (Foto: Ralf Scheunemann)

Zu bewundern war auch ein Spinnrad, an dem Petra Hannuschka aus Borgfeld das alte Handwerk vorführte. Andreas Hackel ist mit seinem Angebot aus Torgelow am See angereist, und freut sich über die schöne Atmosphäre. Das bestätigt auch Wolfgang Stoll aus Neubrandenburg. Er habe schon einige Weihnachtsgeschenke gekauft: „Diese Wiehnacht so auszurichten, ist eine sehr schöne Idee. Alles ist so herrlich geschmückt, und ich hoffe, dass ich noch was ganz Ausgefallenes entdecke.“

Märchenoma Erika Krüger las aus dem Struwwelpeter vor. Mit Interesse betrachteten die Siebenjährigen Lennox Lehran und Lucie Messing die Bilder.  Scheunemann
Märchenoma Erika Krüger las aus dem Struwwelpeter vor. Mit Interesse betrachteten die Siebenjährigen Lennox Lehran und Lucie Messing die Bilder.  Scheunemann (Foto: Ralf Scheunemann)

Märchenoma für die Lütten

Lennox Lehran und Lucie Messing lauschten bei Märchenoma Erika Krüger andächtig der Geschichte vom Struwwelpeter. Dann eröffnete Rosenows Bürgermeister Norbert Stettin die Wiehnacht: „Ein schöner Auftakt, nun folgen schöne Auftritte“, sagte er und verwies darauf, dass der Frieden in der Welt das Wichtigste ist. Die Besucher erfreuten neben einer großen Kaffeetafel auch die sechs bis zwölf Jahre alten Mädchen und Jungen vom Rosenower Schulcampus mit einem schönen Programm, und es sang der Möllner Chor „Viva la Musica“.

Kerstin Lohmann präsentierte weihnachtliche Häkelarbeiten. 
Kerstin Lohmann präsentierte weihnachtliche Häkelarbeiten.  (Foto: Ralf Scheunemann)
Tina von Wahl vom Drei-Kirchen-Förderverein gehörte zu den Organisatoren.  Scheunemann
Tina von Wahl vom Drei-Kirchen-Förderverein gehörte zu den Organisatoren.  Scheunemann (Foto: Ralf Scheunemann)

„Alle Beteiligten haben eine Menge Arbeit in die Vorbereitung eingebracht“, berichtet Tina von Wahl vom Drei-Kirchen-Förderverein. Auch die Standbetreiber seien keine Profis, sondern Leute aus der Region, die ihre Hobbys vorstellen.

Alle Anbieter spenden zehn Prozent der Einnahmen für den Förderverein, so von Wahl. Und die Erlöse aus dem Verkauf von Kaffee und Kuchen gehen komplett an die Kirchengemeinde Penzlin-Mölln, für die Sanierung der Kirchen in Rosenow, Schwandt, Tranow und das besondere Projekt der Orgelrestaurierung in der Rosenower Kirche.