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Seenplatte hat höhere Corona-Werte als Hamburg

Neubrandenburg / Lesedauer: 2 min

Im Landkreis ist die Situation mittlerweile kritischer als in so mancher Großstadt. Es gab aber auch etwas Gutes zu vermelden.
Veröffentlicht:16.12.2020, 18:06

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Die Corona-Infektionen in der Mecklenburgischen Seenplatte übersteigen derzeit bei Weitem die Zahlen in anderen Kreisen und Städten des Landes. Schon am Dienstag hatte der größte Landkreis Deutschlands mit 122 Neuinfektionen laut Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) eine traurige Spitzenposition in Mecklenburg-Vorpommern eingenommen. So viele Fälle an einem einzigen Tag gab es dort laut Behörden noch nie. Am Mittwoch kamen dann noch einmal 62 neue Fälle und ein Todesfall dazu. Der Inzidenz-Wert kletterte nach Angaben des Lagus am Mittwoch auf 155,8.

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Ansteckungen in der Familie oder auf Arbeit

Einer vergleichenden Aufstellung des Robert-Koch-Instituts zufolge hatte die Seenplatten-Inzidenz schon Anfang der Woche den Wert in Hamburg überholt. Aktuell beträgt die Inzidenz in der Hansestadt nach Angaben des dortigen Gesundheitsamtes 150,8. Dieser wichtige Wert errechnet sich aus den Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in einer Woche und soll dabei helfen, die Gefahrenlage einschätzen zu können.

Laut Seenplatten-Sprecherin Haidrun Pergande stecken sich die meisten Menschen hierzulande in der Familie oder auf der Arbeit an. In dieser Woche habe sich die Krankheit nunmehr bei vielen Menschen gezeigt, die vor Kurzem bereits in Quarantäne geschickt worden waren.

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Weiterhin neue Fälle in Pflegeheimen

Allerdings seien erneut wieder Fälle in Pflegeheimen und Bildungseinrichtungen bekannt geworden – wie am Dienstag in einem Pflegeheim in Neubrandenburg sowie in einer Kita und einem Hort in Mirow. Am Mittwoch wurden wiederum nochmals drei Bewohner eines Pflegeheims in Neubrandenburg positiv getestet. „Das Pflegepersonal, aber auch die Besucher tragen eine enorme Verantwortung, damit das Virus von den Mitarbeitern nicht an die Senioren beziehungsweise Patienten übertragen wird. So kam es vereinzelt vor, dass Bewohner nach medizinischen Behandlungen oder durch symptomfreie, aber infizierte Mitarbeiter beziehungsweise Besucher erkrankten”, so Pergande.

Zumindest einen Lichtblick konnte die Kreisverwaltung verkünden: So stehe bereits das Eröffnungsdatum für das Impfzentrum im Flughafen Trollenhagen fest, wo bei Zulassung eines Impfstoffes gegen Covid-19 geimpft werden soll. Am 21. Dezember wird es laut Mitteilung eingeweiht.