StartseiteRegionalNeubrandenburg▶ Shanty-Hit erreicht Neubrandenburg und wird philharmonisch

„Wellerman”

▶ Shanty-Hit erreicht Neubrandenburg und wird philharmonisch

Neubrandenburg / Lesedauer: 2 min

Neubrandenburger Musiker haben eine eigene Version des Internet-Hits „Wellerman” aufgenommen und gehen humorvoll mit der „mecklenburgischen Verzögerung” um.
Veröffentlicht:10.03.2021, 06:27

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Aus einem jungen Mann, der mitten im tristen Einerlei ein eingängiges Seemannslied singt und dazu mit der Faust den Takt schlägt, ist eine weltweites Phänomen geworden. Jetzt hat der „Wellerman”-Virus auch das Zentrum der Mecklenburgischen Seenplatte erreicht: Sieben Musiker, fast durchweg Mitglieder der Neubrandenburger Philharmonie, steuern eine Collage aus pandemie-tauglichen Soloparts bei zu dem wohl 150 Jahre alten Lied über Walfänger, die in harten Zeiten auf hoher See die Ankunft des Versorgungsschiffs mit Zucker, Tee und Rum herbeisehnen.

Die Interpretation des schottischen Postboten Nathan Evans, der mit seinem Schwarzweiß-Video die sozialen Netzwerke zum Glühen brachte, wird flott integriert in die phil-harmonische Version, die jetzt auf den Instagram-, Facebook- und YouTube-Kanälen der Theater und Orchester GmbH zu finden ist.

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Als „für Mecklenburg üblich” beschreiben sie humorvoll die „etwas zeitverzögerte” Interpretation des Songs, die schon einige Wochen lang immer mehr Menschen zum Mit- und Nachmachen animiert. Kontrabassist Andreas Wiebecke-Gottstein hat das Arrangement für die Neubrandenburger Version, an der seine Musiker-Kollegen Anja Engel, Matthias Linke, Andrea und Uwe Retter sowie Kerstin und Matthias Spiegel mitwirken, entwickelt. Neben deren „angestammten” Orchester-Instrumenten wie Violine, Horn und Kontrabass kommen dabei auch Maultrommel, Akkordeon und Nyckelharpa zum Einsatz.

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Die Veröffentlichung kommt gerade richtig zu einer Zeit, da Kulturstätten endlich wieder auf Live-Publikum zu hoffen wagen: Museen, Bibliotheken und Archive sind dank gesunkener Inzidenzwerte in der Seenplatte bereits wieder geöffnet. Der bundesweiten Strategie zufolge dürfen Theater, Konzert- und Opernhäuser ebenso wie Kinos bei nicht mehr als 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche ab 22. März nachziehen, bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 müssen Besucher einen tagesaktuellen Negativ-Selbsttest haben.