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Neueröffnung

▶ So lief der erste Tag im neuen Globus-Markt

Neubrandenburg / Lesedauer: 3 min

Nach temporeichen Wochen hat im Bethanien Center der erste Globus-Markt in Neubrandenburg eröffnet. Für Hunderte Kunden am ersten Tag war vor allem ein Aspekt entscheidend.
Veröffentlicht:15.07.2022, 07:25

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Geschäftsleiter Valery Clement konnte sich ein breites Grinsen nicht verkneifen. Die Siegerfaust ballend eilte er von den Eingängen des Bethanien Centers zurück in den neuen Globus-Markt in Neubrandenburg. Kurz darauf folgten an die 100 Menschen samt Einkaufswagen, die bereits ungeduldig gewartet hatten. Innerhalb von zwei Wochen war die Fläche des „real“-Marktes durch das saarländische Unternehmen umgewandelt worden. Der Andrang zur Eröffnung am Donnerstag tat den applaudierenden Mitarbeitern und erleichterten Führungskräften sichtlich gut.

„So eine Neueröffnung ist immer aufregend, gerade für die Mitarbeiter freut es mich, dass so viele Menschen gekommen sind“, sagte Personalleiter Jörn Göttling. Feierlich hatten zuvor Vertreter von Stadt, Bethanien Center und Unternehmen das Band durchgeschnitten. „So ein Markt ist einfach wichtig, sonst ist das ganze Center gefährdet“, kommentierte der geschäftsführende Stadtpräsident Roman Oppermann.

Erste Kunden schon eine Stunde vor Öffnung da

Die ersten Neubrandenburger hatten sich bereits eine Stunde vor Markteröffnung vor dem Center eingefunden und harrten geduldig aus. Zur Neugier, wie die Versprechen des neuen Marktes umgesetzt werden, mischte sich bei vielen auch die Erleichterung, überhaupt wieder eine große Einkaufsmöglichkeit im Süden der Stadt zu haben. „Es war schlimm“, sagte Monika Granzow, die im Lindenbergviertel wohnt. Die verbliebenen Nahversorger seien in den zwei Wochen nach der „real“-Schließung völlig überrannt gewesen. Sie sei weniger wegen der Eröffnung einkaufen gegangen, sondern ganz simpel, „weil ich ein paar Besorgungen zu erledigen hatte.“ Ob das Angebot nun wirklich vielfältiger sei als vorher, könne sie noch nicht beurteilen.

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„Heute war es ja nun auch ein bisschen chaotisch und in neuen Märkten muss man sich erst einmal zurechtfinden.“ Tatsächlich war der Ansturm derart groß, dass sich an den zwölf geöffneten Kassen zeitweise Schlangen bildeten. Schon eine Stunde nach der Öffnung musste die reduzierte Butter aufgefüllt werden, betagtere Kunden mit und ohne Rollator stritten sich zeitweise lautstark um die Schnäppchen. Dabei war das Lager gut gefüllt. Es brauche noch etwas Feinabstimmung beim Nachfüllen, meinten Mitarbeiter aus dem Bereich selbstkritisch.

Große Freude, einstige real-Mitarbeiter wiederzusehen

160 Beschäftiget hat der neue Markt, darunter die gesamte knapp 110-köpfige Belegschaft von „real“. „Wie die hier alles sofort mitgetragen haben, habe ich in der Form noch nicht erlebt“, sagte Geschäftsleiter Valery Clement gerührt. Personalchef Jörn Göttling, hob noch einmal die vielen Weiterbildungsmöglichkeiten für die Mitarbeiter hervor. Eine Kundin berichtete, bei der real-Schließung durchaus eine Träne verdrückt zu haben, die bekannten Gesichter nun wiederzusehen, habe sie ziemlich aufgemuntert. Dann schob sie den Einkaufswagen zur neuen Fischtheke. Eine Fachmetzgerei werde auch noch folgen, perspektivisch auch die Meisterbäckerei, versichern die Verantwortlichen.

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Neben zwei Markthallen in Rostock ist Neubrandenburg erst der dritte Standort im Land. Sieben Millionen Euro wurden investiert. Man wolle ein Partner in der Region sein, betonte der Vertriebsleiter Nord-Ost, Jens Uwe Mätzig. Und warb: „Lokale Händler können sich jederzeit bei uns melden, wenn sie über uns ihre Produkte an den Mann bringen wollen.“

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