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Baudenkmal

Verbotene Insel im Tollensesee darf wieder besucht werden

Neubrandenburg / Lesedauer: 1 min

Eigentlich gilt ein strenges Betretungsverbot für die Insel mit dem alten Fischerhaus im Tollensesee. Im Jubiläumsjahr Neubrandenburgs gibt es jedoch eine Ausnahme.
Veröffentlicht:10.01.2023, 08:37

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Im Herbst dürfen Interessierte aus der Nähe einen Blick auf Neubrandenburgs abgelegenstes Baudenkmal werfen. Wie Oberbürgermeister Silvio Witt (parteilos) beim Bürgerempfang zum 775. Stadtjubiläum ankündigte, soll im Oktober möglich gemacht werden, dass Neubrandenburger und Gäste der Stadt nach vorheriger Anmeldung das Fischerhaus auf der Fischerinsel im Tollensesee besuchen. Da die Insel in einem Naturschutzgebiet liegt, ist das Betreten eigentlich untersagt und nur mit Ausnahmegenehmigung der zuständigen Naturschutzbehörde möglich.

Fischerhaus eins der ältesten Gebäude Neubrandenburgs

Die Stadt Neubrandenburg hatte in den vergangenen Jahren Fördermittel sowie eigene Gelder in den Erhalt des denkmalgeschützten Gebäudes gesteckt, obwohl es nicht besucht werden kann. Das brachte der Verwaltung einen Eintrag ins Schwarzbuch des Steuerzahlerbunds ein. OB Silvio Witt verwies stets auf die Pflicht der Stadt, als Besitzer das denkmalgeschützte Objekt zu erhalten.

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Das Gebäude auf der Insel ist eines der ältesten noch stehenden Häuser Neubrandenburgs. Der zweigeschossige Fachwerkbau wurde schon im Jahr 1729 in Ratsprotokollen erwähnt. Bis in die 1970er-Jahre übernachteten noch Fischer in dem Haus. Seitdem steht es weitestgehend leer. Durch die Sanierungsmaßnahmen wurde es vor dem Zusammensturz bewahrt. An der künftigen Nutzung der Fischerinsel scheiden sich die Geister. Das idyllische Eiland liegt vor dem Ort Wustrow am Südzipfel des Tollensesees.