StartseiteRegionalNeustrelitz39-Jähriger wegen Totschlag in Neustrelitz vor Gericht

Prozessauftakt

39-Jähriger wegen Totschlag in Neustrelitz vor Gericht

Neubrandenburg / Lesedauer: 2 min

Der Angeklagte soll nach der blutigen Tat in Neustrelitz ein Feuer gelegt haben, um seine Spuren zu verwischen. Sein Opfer war in der Nachbarschaft beliebt.
Veröffentlicht:14.11.2022, 09:49

Artikel teilen:

Nach dem Tod eines 60 Jahre alten Mannes aus Neustrelitz muss sich ein 39-Jähriger ab Dienstag vor dem Landgericht in Neubrandenburg verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann, der über keinen festen Wohnsitz verfügt, Totschlag und schwere Brandstiftung vor. Er soll am 4. Juni in Neustrelitz bei einem Streit das Opfer mit einem Stich in den Hals getötet haben.

Lesen Sie auch: Familien-Mord bei Rostock – Prozess startet

Vor seiner Flucht aus der Wohnung des Getöteten soll der Mann mit einem Feuerzeug ein Küchenhandtuch in Brand gesetzt haben, das Feuer hatte sich anschließend in der Wohnung ausgebreitet. Der Angeklagte befindet sich seit dem 5. Juni in Untersuchungshaft. Für den Prozess sind fünf Verhandlungstage geplant, ein Urteil wird voraussichtlich am 8. Dezember gesprochen.

Später Besucher in der Mordnacht

In der Nachbarschaft war der 60-Jährige beliebt. In der Mordnacht sei jedoch mal wieder die Situation eskaliert. „Das waren miese Typen, mit denen er sich eingelassen hat. Aber er konnte nie Nein sagen, wenn die vor der Tür standen”, schildert nach der Tat eine Nachbarin ihre Eindrücke. Auch in der verhängnisvollen Nacht war die Polizei gerufen worden, um für Ruhe zu sorgen. Denn der 60-jährige – später getötete – Nachbar hatte Besuch, der ihn laut grölend immer wieder beschimpfte. „Ich war dem Besucher im Treppenhaus begegnet, der war öfter da und wir wussten, dass er immer Ärger macht“, so die Nachbarin.