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Antrag zum Wolf-Abschuss schmort noch immer im Amt

Feldberg / Lesedauer: 2 min

Ende April riss ein Wolf mitten im Ort auf dem Spielplatz in Laeven ein Damwild. Der Wolf soll abgeschossen werden. Doch die Behörde fällte bislang keine Entscheidung.
Veröffentlicht:03.08.2022, 14:06

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Papier ist geduldig. Und so ist dem neuerlichen Antrag auf Wolfsabschuss im Bereich der Feldberger Seenlandschaft (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) kein anderes Schicksal beschert als dem ersten. Es dauert, bis eine Entscheidung fällt. Bereits Ende April hat Bürgermeisterin Constance von Buchwaldt (SPD) den zweiten Antrag auf Entnahme eines Wolfes gestellt. Anfang August liegt immer noch kein Entscheid vor. Auch auf Nordkurier-Nachfrage hält sich die Kreisverwaltung bedeckt: Es habe eine Anhörung der Gemeinde gegeben. „Sobald alle Argumente geprüft und die erforderlichen Prüfschritte abgeschlossen sind, wird die Gemeinde einen Bescheid erhalten“, heißt es in einer Mitteilung aus der Verwaltung.

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Anhörung schon vor sechs Wochen

Wie Bürgermeisterin von Buchwaldt dem Nordkurier sagte, liege die Anhörung der Gemeinde beim Landkreis bereits auch wieder rund sechs Wochen zurück. Beantragt wurde die sogenannte „Entnahme eines verhaltensauffälligen Wolfes“. Anlass war der Riss eines Damwilds durch einen Wolf, der sich Ende April auf dem Laevener Spielplatz, also mitten im Ort, zugetragen hatte. Der erste Antrag der Gemeinde Feldberger Seenlandschaft auf Entnahme eines Wolfes war im vergangenen Jahr abgelehnt worden. Damals war eine Begegnung zwischen Mensch und Wolf am Radweg nach Wittenhagen der Auslöser.

Mehrere Rudel rund um Feldberg

Zum Zeitpunkt der Anhörung zu dem Antrag aus der Feldberger Seenlandschaft war die Wild- und Rinderseuche noch nicht im Landkreis Seenplatte ausgebrochen. Hier sind zwischenzeitlich Untersuchungsergebnisse bekannt geworden, wonach der Wolf als ein mutmaßlicher Überträger des die Seuche auslösenden Bakteriums sein kann. Bürgermeisterin von Buchwaldt hat sich in der Angelegenheit an die Naturschutzbehörden beim Landkreis und bei der Stadt gewandt, und für mehr Sensibilität im Umgang mit der Seuche geworben.

Im Bereich der Feldberger Seenlandschaft leben mehrere Wolfsrudel.

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