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Ukrainekrieg

Bürgermeister distanziert sich von Gedenk-Rede

Neustrelitz / Lesedauer: 1 min

Am Neustrelitzer Mahnmal für die Opfer von Faschismus fielen kürzlich strittige Worte zum Krieg zwischen Russland und der Ukraine. Nun gab es Reaktionen darauf. 
Veröffentlicht:18.09.2023, 14:56

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Mit ihrem Redebeitrag am Gedenktag für die Opfer von Faschismus hat Cornelia Nenz eine heftige Kontroverse ausgelöst. Nenz hatte anlässlich der Kranz– und Blumenniederlegung am 10. September am Mahnmal in der Marienstraße in Neustrelitz auch über den Ukrainekrieg gesprochen. Nenz verteidigte in diesem Zusammenhang russische Positionen und sprach von einem „mehrheitlich durch die USA und die NATO“ angezettelten Krieg. Widerspruch gab es während der Gedenkveranstaltung, die von Vertretern der Stadt und mehrerer Parteien besucht wurde, nicht. 

Bürgermeister geht auf Abstand

Der Neustrelitzer Bürgermeister Andreas Grund (parteilos) nutzte nun jedoch die jüngste Stadtvertretersitzung um Stellung zu nehmen. Er dankte zwar dem Bund der Antifaschisten und der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, die seit vielen Jahren das Gedenken organisieren, allerdings könne er Inhalte des Textes der Hauptrednerin nicht mittragen. „Als Bürgermeister distanziere ich mich von dem Gesagten“, erklärte Grund in aller Deutlichkeit. Demokratie müsse dies jedoch aushalten und die Meinungs– und Redefreiheit voranstehen. Auch Leser hatten gegenüber dem Nordkurier ihren Widerspruch gegen die Aussagen von Cornelia Nenz zum Ausdruck gebracht.