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Damit hatten die Wehren rund um Feldberg zu kämpfen

Feldberg / Lesedauer: 3 min

Überwiegend technische Hilfeleistungen gab es für die Feuerwehren der Feldberger Seenlandschaft. Ein Einsatz war besonders lang anhaltend. 
Veröffentlicht:22.03.2023, 10:48

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Sturm und Starkregen haben den Wehren in der Gemeinde Feldberger Seenlandschaft im vergangenen Jahr ein hohes Einsatzeinkommen beschert. Fast wäre die Einhundert geknackt worden. Die ehrenamtlichen Brandbekämpfer, Helfer und Retter mussten zu immerhin 95 Einsätzen ausrücken. Zum Vergleich: Im Jahr davor waren es 60 Einsätze. Wie Gemeindewehrführer Maik Suhrbier dem Nordkurier sagte, ging es im vergangenen Jahr überwiegend um technische Hilfeleistungen — etwa in den Sturmnächten im Januar und Februar 2022 und nach dem Starkregen im vergangenen Spätsommer. 

Tagelanger Einsatz auf dem Schmalen Luzin

84 technische Hilfeleistungen hat es demnach insgesamt gegeben. Dazu zählt auch der fast zwei Wochen anhaltende Einsatz auf dem Schmalen Luzin, auf dem es im vergangenen Frühjahr erneut zu einem Ölfilm gekommen war. Hier waren die ehrenamtlichen Helfer in der Not tagelang damit beschäftigt, Ölklumpen aus dem Wasser zu fischen und Absperrungen zu errichten.

Schlimmer Unfall bei Lüttenhagen

Eine hohe Professionalität bescheinigte der Gemeindewehrführer seinen Kameraden bei einem Einsatz nach einem schweren Unfall zwischen Feldberg und Lüttenhagen. Hier waren im Februar 2022 zwei Fahrzeuge kollidiert und es galt, vier in den Autos eingeklemmte Personen, die offenkundig alle schwer verletzt waren, zu befreien. „Das ist uns gelungen, bei einer Frau haben wir durch unsere schnelle Hilfe vermutlich dazu beigetragen ihr das Leben zu retten“, machte der Gemeindewehrführer deutlich.

Kein Mensch bei Bränden verletzt

Elf Brände mussten im Gemeindegebiet im vergangenen Jahr gelöscht werden. Darunter auch der eines Hauses in Carwitz, wodurch die Wohnung eines Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr unbewohnbar wurde. Zum Glück seien während der Brände keine Menschen zu Schaden gekommen.



Auch Einsatz–Bilanz für das Jahr 2021 vorgestellt

Bei der Jahresversammlung der Wehren in der Feldberger Seenlandschaft vor wenigen Tagen war auch Bilanz für die Einsätze aus dem Jahr 2021 gezogen worden, wie es aus der Gemeinde hieß. Hier hatten die Wehren 60 Mal ausrücken müssen. Dies sei eine ähnlich hohe Zahl wie in den Jahren zuvor gewesen, so Maik Suhrbier. Auch 2021 sei es überwiegend um technische Hilfeleistungen gegangen. 18 Brände gab es — davon war der in der sogenannten Zahlschen Villa gleich zu Beginn des Jahres 2021 der größte. 

Dank an Unternehmen

Dank galt während der Jahresversammlung allen Unternehmerinnen und Unternehmern, die die Kameraden für den Dienst bei der Feuerwehr freistellen und den landwirtschaftlichen Betrieben sowie der Gemeindeverwaltung, die die Tageseinsatzbereitschaft der Feuerwehren mit sicherstellen.

Was die Bürgermeisterin sagte

Bürgermeisterin Constance von Buchwaldt (SPD) hatte sich bei der Jahresversammlung für die Einsatzbereitschaft der Kameraden und bei deren Familien bedankt. Die enorm gestiegenen Anforderungen auf die unterschiedlichen Bedrohungsszenarien erforderten von den Freiwilligen eine stetige Aus– und Fortbildung sowie eine gute Ausrüstung, um dem Aufgabenspektrum gerecht zu werden, machte Bürgermeisterin von Buchwaldt deutlich.

Planungen für Gerätehaus in Triepkendorf beginnen

Für die kommenden Jahre sieht Gemeindewehrführer Maik Suhrbier die Feuerwehren in der Feldberger Seenlandschaft gut aufgestellt. Dies aber nur, wenn weiter eine gute Nachwuchsarbeit geleistet werde, wenn modernisiert und saniert werde. Und auch, wenn der teils überaltete Fahrzeugbestand gegen neue Fahrzeuge ausgetauscht wird. Auch bei den Feuerwehrgerätehäusern gebe es beständig Handlungsbedarf. So sollen die Planungen für ein neues Gerätehaus in Triepkendorf in diesem Jahr beginnen. Langfristig fielen ebenfalls für die Standorte in Lichtenberg und Feldberg Arbeiten an. Obwohl es dort in der Vergangenheit immer wieder Modernisierungen gegeben habe.
In der Gemeinde Feldberger Seenlandschaft gibt es aktuell drei Feuerwehren mit Standort in Feldberg, Lichtenberg und Triepkendorf sowie drei Löschgruppen in Mechow, Carwitz und ebenfalls in Dolgen.