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Kontroverse

Das herrschaftliche Grün von Neustrelitz und der Ärger um neue Pläne

Neustrelitz / Lesedauer: 1 min

In Neustrelitz wird das sogenannte Grünflächenkonzept überarbeitet. Dafür muss auch geprüft werden, was der Regiehof überhaupt leisten kann. An dem Vorgehen gibt es Kritik. 
Veröffentlicht:02.12.2023, 06:38

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Der Beschluss werde kein unbedeutender sein. Immerhin stecke viel Vorlauf in der aktuellen Fortschreibung des Grünflächenkonzepts für Neustrelitz, betonte Axel Zimmermann, Amtsleiter für Stadtentwicklung, jüngst im Neustrelitzer Bauausschuss. Im Gremium waren die Grünflächen nun noch mal Gegenstand von Vorberatungen.

Kritik am Vorgehen

Im Konzept sind mehr als 100 Grünflächen aus den Stadtvierteln sowie den Ortsteilen aufgelistet und in Kategorien hinsichtlich ihres Pflegeaufwands und ihrer Bedeutung eingeteilt. Zudem hatte im Frühjahr eine Öffentlichkeitsbeteiligung stattgefunden. Die von Bürgern eingegangenen Hinweise hätten hierbei aber nicht zu grundsätzlichen Änderungen im Konzept geführt, hieß es. 

Das Arbeitspapier soll künftig Grundlage für konkrete Pflege- und Entwicklungspläne für die erfassten Flächen sein. Für Diskussion im Ausschuss sorgte dabei die Vorgehensweise, wonach nun zunächst Pflegepläne erarbeitet werden und erst danach ein Leistungskatalog des städtischen Regiehofs eingeholt wird - also abgefragt wird, was überhaupt durch den Eigenbetrieb zu schaffen ist. Das gleiche einem „Schuss ins Blaue“, so CDU-Stadtvertreter Andreas Petters. „Es wird doch jetzt schon gepflegt. Da muss es doch möglich sein, jetzt schon abzuschätzen, welcher Leistungsumfang drin ist“, erklärte er.

Geld muss vorhanden sein

Aus Sicht der Verwaltung brauche es zunächst jedoch eine Planungsgrundlage, erklärte der Neustrelitzer Baudezernent Nico Ruhmer. Im Beschlussvorschlag, der nächste Woche Donnerstag in der Stadtvertretung zur Abstimmung steht, heißt es weiter, dass das Konzept anzupassen wäre, sollten Leistungen nicht oder nicht mehr durch den Regiehof erfüllbar sein. Zudem gelte bei allen Grünpflegeplänen, dass am Ende auch die finanziellen Mittel vorhanden sein müssen.