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Spende

Große Summe an Kinderhospizverein übergeben

Mirow / Lesedauer: 2 min

Am Tag der Kinderhospizarbeit hat der Club Robinson Fleesensee eine Spende in fünfstelliger Höhe beim Kinderhospizdienst in Mirow abgegeben.
Veröffentlicht:11.02.2024, 11:55

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Es ist viel los in der Villa Kunterbunt in Mirow. Familien aus ganz Mecklenburg-Strelitz und sogar aus der Nähe von Halle sind angereist, um mit dem Verein den Tag der Kinderhospizarbeit zu feiern. An diesem Tag wird deutschlandweit die Pflege- und Sorgearbeit im Rahmen der Kinderhospizarbeit gewürdigt. Besonderer Höhepunkt in diesem Jahr: die Übergabe einer Spende in Höhe von 10.000 Euro.

Gäste-Spenden und Tombola-Erlös

Der großzügige Spender war der Club Robinson Fleesensee in Göhren-Lebbin. Im Rahmen von Benefizveranstaltungen werden hier jährlich Kinderhilfsorganisationen unterstützt. Die diesjährige Spende setzt sich zusammen aus Privatspenden der Clubgäste und dem Erlös einer Silvestertombola. 10.000 Euro sind es geworden, die Clubdirektor Marcus Tomczak und sein Team dem Kinderhospizdienst Querleben aus Mirow übergeben.

"Schon, seitdem es unseren Fleesensee Robinson Club gibt, unterstützen wir Kinderorganisationen aus der Region", erklärt Direktionsassistentin Petra Krommenhoek. Der Unterstützungsbedarf werde im Vorhinein immer sehr genau geprüft, um sicherzustellen, dass eine Spende in gute Hände übergeht. "Hier muss vieles noch allein gestemmt werden, darum denke ich, dass die Spende hier besonders gut aufgehoben ist."

Großteil der Vereinsarbeit ist spendenfinanziert

Was genau Kinderhospiz-Gründerin Christiane Thederan mit dem Spendengeld finanzieren wird, sei noch nicht klar. Dass es notwendig ist und ungemein weiterhilft, stehe aber außer Frage. Beim Rundgang mit den Spendern zeigt sie auf ein Kinderbett. "Ein Intensivpflege-Kinderbett allein kostet knapp 11.000 Euro", erklärt sie. Der Großteil der Arbeit des Vereins ist spendenfinanziert. Insbesondere Leistungen wie Familienauszeiten, das Familiencafé oder weite Teile der Beratung sind keine Kassen- oder Pflegeleistung. 

Probesitzen am Steuer eines echten Polizeiautos – Thomas Kowa (12) ist happy.
Probesitzen am Steuer eines echten Polizeiautos – Thomas Kowa (12) ist happy. (Foto: Maria Häfer)

Neben den Spenden ist es das ehrenamtliche Engagement, das den Verein trägt. Mohammed Saleh beispielsweise ist der Betreiber des Mirower See-Bistros und engagiert sich seit etwas über einem Jahr bei Querleben. Milena Lietz ist bei der Bundespolizei tätig. Sie ist im Rahmen einer Spendenaktion auf den Verein aufmerksam geworden und hilft seitdem regelmäßig bei den Familiencafés aus. Am Samstag ist sie mit zwei ihrer Kollegen vor Ort. Die Kinder können ein Polizeiauto begutachten, hineinklettern, Gangster oder Polizist spielen, auf dem Vordersitz Verfolgungsjagden proben und die Knöpfe drücken. Ebenfalls als Ehrenamtler unterwegs: Michael Taterka. Der Fotograf macht Bilder von den Familien und stellt sie ihnen kostenfrei zur Verfügung.

Ein besonderes Bild für das Familienalbum. Fotograf Michael Taterka begleitet den Verein Querleben schon seit Jahren.
Ein besonderes Bild für das Familienalbum. Fotograf Michael Taterka begleitet den Verein Querleben schon seit Jahren. (Foto: Maria Häfer)

Das Team, das Netzwerk und die Unterstützung um den Verein herum wächst. Schöne Momente schaffen, lautet der Auftrag. Und das braucht bei Kindern mit besonderen Bedarfen viel Einsatz: medizinische Expertise, Hilfsmittel, von Pflegeutensilien bis Spielzeug und jede Menge Engagement. Wenn das keine Spende wert ist, was dann?