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Gäste sollen ab April in Neustrelitz Kurtaxe zahlen 

Neustrelitz / Lesedauer: 2 min

Die Stadt Neustrelitz plant die Taxe zu erheben und hat eine Kalkulation angeschoben.  Nun liegt vor, welche Summe Urlauber zahlen sollen. 
Veröffentlicht:13.01.2024, 19:05

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Seit Neustrelitz vor zwei Jahren der Titel als anerkannter Erholungsort zugesprochen wurde, wird in der Stadt die Einführung einer Kurabgabe geplant. Nun wird es konkreter. Inzwischen wurde die Höhe der Taxe kalkuliert und liegt im Rathaus der Entwurf zu einer Kurabgabensatzung auf dem Tisch.

Auch Bungalow-Besitzer sollen zahlen

Demnach soll die Abgabe in der Hauptsaison (1. April bis 31. Oktober) bei 1,80 Euro pro Tag liegen und in der Nebensaison bei 1,40 Euro. Bezahlen müssten die Taxe alle ortsfremden Personen, die sich zu Erholungszwecken in der Stadt aufhalten. Typischerweise sind das Urlauber. Aber auch, wer Besitzer einer „Wohnungseinheit ist, wenn und soweit er sie überwiegend zu Erholungszwecken nutzt“, also zum Beispiel ein Bungalow-Besitzer, muss für seinen Aufenthalt bezahlen, wie aus dem Entwurf der Satzung hervorgeht.

Einige müssen doppelt zahlen

Zudem sollen auch Tagesgäste kurabgabepflichtig werden. In diesem Punkt gab es in der Vergangenheit unter Touristikern und in Gemeinden, die bereits Kurabgabe erheben, Diskussionen. So kann es passieren, dass Urlauber doppelt Taxe entrichten müssen, wenn sie zuvor bereits an ihrem Übernachtungsort bezahlt haben. Eine gegenseitige Anerkennung von Kurabgaben wurde in der Seenplatte bislang nicht geregelt. 

Eingeführt werden soll die Kurtaxe in Neustrelitz inklusive der Ortsteile Fürstensee und Klein Trebbow ab dem 1. April dieses Jahres. Ab dann soll sie ganzjährig gültig sein. Die Kalkulation geht von rund 100000 Aufenthaltstagen von ortsfremden Personen pro Jahr in Neustrelitz aus, für die diese dann Kurabgabe zu zahlen hätten. 

Endgültig beschlossen ist das alles aber noch nicht. Satzung und Kalkulation müssen erst noch von der Stadtvertretung die Zustimmung erhalten. In einer Sondersitzung des Ausschusses für Kultur und Tourismus steht die Kurabgabe am Dienstag, dem 16. Januar, zunächst zu einer Vorberatung an.