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Mürtzsee

Noch immer weiß niemand, was diesen See verdreckt

Blumenholz / Lesedauer: 1 min

Ein abschließendes Ergebnis zur Verunreinigung im Mürtzsee bei Neustrelitz liegt Ende dieser Woche noch nicht vor. Es gibt aber erste Erkenntnisse.
Veröffentlicht:14.04.2023, 17:54

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Die Auswertung der Wasserproben aus dem Mürtzsee dauert an. Eine großflächige Verschmutzung auf dem Gewässer bei Blumenholz (nahe Neustrelitz) hatte an den Osterfeiertagen die Feuerwehr auf den Plan gerufen. Nachdem dort auf rund 600 Quadratmetern eine bräunliche Substanz auf der Wasseroberfläche festgestellt wurde, mussten Ölsperren ausgelegt werden. Das Umweltamt Mecklenburgische Seenplatte hatte zudem Wasserproben entnehmen lassen.

Auffälligkeiten in den Proben

Ein Hinweis auf eine Kohlenstoffverbindung, sprich eine ölhaltige Verunreinigung, sei darin bislang nicht gefunden worden, erklärt Nils Henke, Sprecher des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte, auf Nordkurier–Nachfrage. Eine ölige Substanz könne jedoch noch nicht abschließend ausgeschlossen werden.

Gefunden wurde in den Proben hingegen Auffälligkeiten  beim sogenannten „chemischen Sauerstoffbedarf“, heißt es laut Kreissprecher im Zwischenbericht aus dem Labor. Sucht man nach dem Begriff im Internet, so könnte der chemische Sauerstoffbedarf eher im Zusammenhang mit einer organischen Substanz stehen. Die Untersuchung der Proben dauere weiter an. Sobald ein abschließendes Ergebnis vorliegt, werde darüber auch informiert.

Bis dahin sind Wellenschlag und Verwirbelungen des Wassers auf dem See unbedingt zu vermeiden. Die Wasserschutzpolizei hat vor Ort empfohlen, den See für den Bootsverkehr zu sperren, bis die Substanz entfernt worden ist bzw. wieder verschwindet.