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Tarifverhandlungen

Streiks demnächst auch in Seenplatte und Vorpommern

Neustrelitz / Lesedauer: 2 min

In mehreren Rathäusern der Region könnten am Dienstag Büros geschlossen bleiben, heißt es von der Gewerkschaft Verdi. Auch einige Kitas in Greifswald sind betroffen.
Veröffentlicht:16.03.2023, 16:31

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Die Gewerkschaft Verdi ruft im Rahmen der Tarifrunde Bund und Kommunen kommenden Dienstag zum Warnstreik auf. Unter anderem Mitarbeitende aus den Stadtverwaltungen Greifswald, Neubrandenburg, Wolgast, Demmin, Neustrelitz, Waren, dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte und den Kitas des Eigenbetriebes der Hansestadt Greifswald beteiligen sich am 21. März am Warnstreik des öffentlichen Dienstes in Rostock. Dies kann in den Stadtverwaltungen zu geschlossenen Büros führen, heißt es in einer Pressemitteilung von Verdi.

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Die Beschäftigten wollen damit in den laufenden Tarifverhandlungen ein deutliches Zeichen setzen. Das erste Angebot der Arbeitgeber lautete insgesamt 5 Prozent mehr Lohn, in zwei Stufen plus Einmalzahlung.

Verdi fordert dagegen 10,5 Prozent mehr Geld mindestens aber 500 Euro mehr im Monat, damit Menschen mit geringem und mittlerem Einkommen nicht trotz Lohnerhöhung Reallohnverluste haben. Azubis müssen angesichts der enormen Preissteigerung mindestens 200 Euro mehr bekommen, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

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Die Beschäftigten brauchen dringend mehr Geld, um die stark gestiegenen Preise für Mieten und Energie zahlen zu können, heißt es. „Wir wollen mit dem Warnstreik ein Signal setzen, was eine lange und nicht zielführende Tarifrunde im öffentlichen Dienst bedeuten kann“, so Gewerkschaftssekretärin Cornelia Görich.

Mit dem Warnstreik und Aktionen wollen die Beschäftigten vor der dritten Verhandlungsrunde im öffentlichen Dienst vom 27. bis 29. März Druck auf die Arbeitgeber von Bund und Kommunen machen.