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Schulleiter sieht Gymnasium gefährdet - aus diesem Grund

Neustrelitz / Lesedauer: 3 min

Im dritten Schuljahr infolge ist die Sanierung der größten Sporthalle der Stadt, die Strelitzhalle, noch immer nicht abgeschlossen. Der Schulsport leidet darunter.
Veröffentlicht:09.02.2024, 06:06

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Am Tag der offenen Tür im Gymnasium Carolinum in Neustrelitz haben sich künftige Siebentklässler über das Angebot an der Schule informiert. Im Bereich Sport hängt dieses nun schon das dritte Schuljahr gegenüber anderen Schulen hinterher. Normalerweise wird für den Sportunterricht die größte Sporthalle der Stadt, die Strelitzhalle, genutzt. Diese ist nach einem kapitalen Wasserschaden noch immer nicht saniert und eröffnet. Das hat nicht nur Auswirkungen auf den Vereinssport, sondern auch der Schulsport leidet unter der permanenten Schließung der Sporthalle.

Auch der Sportplatz gilt als marode

Carolinum-Schulleiter Henry Tesch ist besorgt und sieht den Schulstandort als gefährdet. "Bildung ist wichtig. Wir stehen vor der Gefahr, ob wir die siebenten Klassen eröffnen können", sagt er. Die Schule wisse nicht, wie viel Anmeldungen sie im neuen Schuljahr annehmen könne. "Es geht um 60 Schüler. Man gefährdet den Schulstandort", sagt Tesch.  "Uns fehlt ein Klassenraum, denn Klassenraum und Sporthalle sind identische Räume", beschreibt Tesch das Dilemma. Drei Klassen werden derzeit gleichzeitig mit einem Bus entweder zum Tennisclub oder zur Bundespolizei gefahren, um den Sportunterricht nach sanierungsbedingter Schließung der Turnhalle aufrechtzuerhalten. Auch der teils marode Sportplatz am Gymnasium Carolinum weist starke Abnutzungserscheinungen des Belages auf und kann erst wieder nach Ostern in der Freiluftsaison von den Schülern für den Sport genutzt werden. Doch der Landkreis plane als Schulträger Mittel zur Erneuerung des Sportplatzes ein, heißt es von Tesch.

Baubeginn für den Außenbereich noch im Februar

Aufgrund von Baugrunduntersuchungen wurde im vergangenen Jahr ein Gutachten erarbeitet, das die Basis für die Planung des Außenbereiches der Strelitzhalle und die Erarbeitung des Leistungsverzeichnisses bildete. Die Vergabe der Bauleistungen sei nun abgeschlossen und der Auftrag erteilt, so Nico Ruhmer, Baudezernent der Stadt Neustrelitz. In der kommenden Woche findet die Bauanlaufberatung statt. Der Baubeginn für den Außenbereich sei noch für den Februar vorgesehen, wie es von Ruhmer weiter heißt. Die Arbeiten sollen hier im August 2024 abgeschlossen sein. Für den Innenbereich erfolge derzeit die Detailplanung. Insbesondere laufe hier die abschließende Klärung zum Umfang der Abdichtungs-Arbeiten und der geeigneten technischen Lösung auf Grundlage der Ergebnisse aus dem Baugrundgutachten, erklärt er. Auch dieser Vorgang soll bis Ende Februar abgeschlossen sein. Im Anschluss werden die Leistungsverzeichnisse erarbeitet und die Bauleistungen für den Innenbereich ausgeschrieben. 

Fast zwei Millionen Euro veranschlagt

So wie es sich derzeit darstellt, müssen die Gymnasiasten noch eine ganze Weile auf ihre Sporthalle als Klassenraum verzichten. Denn die Orientierung zur Wiederinbetriebnahme sei der September, so Ruhmer. "Wir wirken darauf hin, die Sanierung stringent durchzuführen und zügig abzuschließen", sagt er. Um einen genaueren Zeitplan soll noch im März informiert werden, teilte er mit.

Die Sanierungskosten für die Strelitzhalle belaufen sich voraussichtlich auf 1,9 Millionen Euro. Entsprechende Fördermittel seien beim Innenministerium im Rahmen der Sonderbedarfszuweisung beantragt. "Eine Förderung wurde in Aussicht gestellt, doch über die Höhe ist noch nicht abschließend entschieden. Damit wir umgehend mit den Arbeiten beginnen können, wurde eine Bewilligung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn beantragt und auch genehmigt", sagt Ruhmer.