Fußball-Oberliga

So plant TSG-Trainer für die Position zwischen den Pfosten

Neustrelitz / Lesedauer: 3 min

Eigentlich war für Keeper Justin Borchardt nur die Rolle als Ersatzkeeper gedacht. Dies hat sich mittlerweile geändert. Gefährdet nun ein Neuzugang seinen Status als Nummer eins?
Veröffentlicht:19.09.2023, 16:50

Von:
  • Matthias Schütt
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Sechs Partien hat es für Torhüter Justin Borchardt gedauert, ehe es zum ersten Mal mit der TSG Neustrelitz in der Fußball-Oberliga-Nord keinen Gegentreffer in einem Meisterschaftsspiel gab. Beim 2:0 (0:0)-Heimsieg gegen Eintracht Mahlsdorf am vergangenen Wochenende hielt der 20 Jahre alte Keeper seinen Kasten sauber. „Am Ende ist das Wichtigste aber der Heimsieg mit der Mannschaft“, sagte Borchardt, schob aber sofort hinterher: „Das zu Null ist aber geil. Dieses gilt es nun zu bestätigen.“

Ersatzbank drohte

Denn hinter dem Mann zwischen den Pfosten liegt keine einfache Zeit. Immerhin sollte Borchardt, der seit der Saison 2022/23 unter Vertrag ist, hinter Sommerneuzugang Dmitri Stajila nur die Nummer zwei auf der Torhüterposition bei den Residenzstädtern sein ‐ die Ersatzbank drohte.

Muss sich aktuell mit dem Platz auf der Bank anfreunden: Ersatzkeeper David Daroczi (2. von links). (Foto: Matthias Schütt)

Dann war Stajila, der schon in der Europa League Einsätze vorweisen konnte, jedoch nicht spielberechtigt, ehe der Vertrag in der Folge noch aufgelöst wurde.

In dieser Phase kam Borchardt wieder zum Zug, der bisher in allen Pflichtspielen (sechs in der Liga, zwei im Landespokal) für die TSG auflief ‐ aber dabei nicht immer fehlerfrei war. „Ich habe in dieser Zeit viel mitgenommen“, so Borchardt. Vor allem in den ersten beiden Spielen sind negative Sachen auf mich zugekommen. Ich habe jetzt einfach den Kopf ausgestellt.“ Und dies scheint zu fruchten.

Denn von Spieltag zu Spieltag steigerte der 1,87 Meter große Schlussmann seine Leistung in der aktuellen Serie und hielt mit starken Paraden gegen die Berliner zuletzt den Heimsieg fest. „Justin hat zwei Dinger sehr, sehr gut entschärft. Aktuell macht er es als Nummer eins ganz gut“, so TSG-Trainer Thomas Franke.

Damit dürfte Borchardt auch am Sonntag im Auswärtsspiel gegen den SC Staaken den Vorzug vor David Daroczi erhalten. Der 27-Jährige wurde in der vergangenen Woche vor dem Ende der Transferfrist noch von der TSG verpflichtet. Zwei Keeper sind damit bei den Residenzstädtern aktuell unter Vertrag. „Der Kampf um den Stammplatz zwischen den Neustrelitzer Pfosten hat wieder Fahrt aufgenommen“, teilte die TSG im Zuge der Verpflichtung des Ungarn mit.

Doch aktuell hat Borchardt die Angriffe von Daroczi abwehren können und läuft Woche für Woche im TSG-Trikot auf. „Ich habe aktuell den Status der Nummer eins und will diesen auch behalten. Letztendlich geht es auch um Leistung“, so Borchardt, der einst vom SV Babelsberg 03 in Richtung Parkstadion wechselte.

Konkurrenten zwischen den Pfosten, aber auch Teamkollegen bei der TSG Neustrelitz: Keeper Justin Borchardt (orangenes Trikot) und David Daroczi.  (Foto: Matthias Schütt)

Für Daroczi blieb bisher nur die Ersatzbank. „Mein Ziel ist es, Spiele zu sammeln“, so der Ungar, der zuletzt für den TSV 1860 Rosenheim in der Landesliga Bayern spielte. Doch auch Franke kündigte an: „Wir schauen von Woche zu Woche.“

Damit ist auch Borchardt weiterhin gefordert, starke Leistungen zwischen den Pfosten zu zeigen. „Ich gehe erst einmal davon aus, dass ich auch gegen Staaken spielen werde“, so die aktuelle Nummer eins der TSG ‐ seine Leistungen zuletzt, nicht erst durch die Partie ohne Gegentreffer gegen Mahlsdorf, sprechen dafür.