StartseiteRegionalNeustrelitz▶ Spektakel mit Happy End – TSG-Kicker bejubeln ersten Saisonsieg

Fußball–Oberliga

▶ Spektakel mit Happy End – TSG-Kicker bejubeln ersten Saisonsieg

Neustrelitz / Lesedauer: 3 min

Mit 4:1 setzen sich die Residenzstädter im heimischen Parkstadion gegen den RSV Eintracht 1949 durch. Nun geht der Blick für die TSG-Mannschaft schon in Richtung Landespokal.
Veröffentlicht:06.08.2023, 18:26

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Fünf Tore, neun Gelbe Karten, zwei Platzverweise sowie einen Foul–Elfmeter: Klatschnass durch den andauernden Nieselregen getränkt, jubelten die Kicker von Fußball–Oberligist TSG Neustrelitz dennoch im Mannschaftskreis im heimischen Parkstadion nach einem wahren Spektakel. Kurz zuvor pfiff der Unparteiische die Partie am 2. Spieltag ab und für die Residenzstädter stand ein verdienter 4:1 (2:1)-Heimerfolg gegen den RSV Eintracht 1949 zu Buche.

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Lob für das Team

„Die Mannschaft hat eine Reaktion gezeigt. Ein Lob an das Team für den Einsatz“, resümierte TSG–Trainer Thomas Franke. Immerhin verloren die Residenzstädter zum Auftakt überraschend mit 2:4 in Fürstenwalde und waren in der Pflicht. Durch den Heimsieg kletterte das Team aus der Mecklenburgischen Seenplatte auf den siebenten Tabellenplatz.

Im Vergleich zur Vorwoche brachte der TSG–Coach mit Dennis Ladwig, Torben Gäbel und Tino Schmunck gleich drei neue Spieler in die Startelf für Justus Guth, Oskar Fijalkowski (beide verletzt) sowie Justin Schultze (privater Grund). In den ersten 30 Spielminuten verlagerte sich das Geschehen vor allem zwischen den beiden Strafräumen und viele Fehler im Aufbau bestimmten die Partie auf beiden Seiten. Nach einer Ecke konnte dann die TSG–Elf erstmalig jubeln.

"Kopfballtreffer eher Seltenheit für mich"

Tom Kliefoth, der zuletzt lange mit einem Kreuzbandriss ausfiel, war per Kopf zur Stelle und brachte die Hausherren vor rund 320 Zuschauern mit 1:0 in Front. „Ich stand blank im Fünfer, konnte nicht mehr weg und dann mach selbst ich den rein“, sagte Kliefoth, mit seiner 1,75 Meter Körpergröße. „So ein Kopfballtreffer ist eher eine Seltenheit für mich. Für unsere Ansprüche war es ein Pflichtsieg.“

Der Unparteiische zeigte insgesamt neun Gelbe Karten sowie zwei Platzverweise.
Der Unparteiische zeigte insgesamt neun Gelbe Karten sowie zwei Platzverweise. (Foto: Matthias Schütt)

Der Stadionsprecher war jedoch noch mitten in der Ansage des Tores, als die Stahnsdorfer eine Unaufmerksamkeit in der TSG–Defensive ausnutzten und zum 1:1 ausglichen. Doch noch vor der Pause, wieder ging eine Ecke voraus, trafen die Neustrelitzer. Manuel Härtel war zur Stelle und brachte die Gastgeber in einer hitzigen Partie erneut in Führung — 2:1. Noch vor dem Halbzeitpfiff dezimierten sich die Gäste aus Brandenburg selbst und der schon verwarnte Ex–TSG–Kicker Saheed Mustapha sah die „Ampelkarte“.

Mit der numerischen Überzahl im Rücken ging es für die Residenzstädter in Halbzeit zwei. In dieser drückte die TSG–Mannschaft von Beginn an auf die Entscheidung und nach einem Foulelfmeter erhöhte Geburtstagskind Dennis Ladwig, der 24 Jahre alt wurde, auf 3:1 (60.), ehe der eingewechselte Marcus Niemitz das 4:1 (80.) besorgte. Kurz danach sah nach einer Rudelbildung auch noch RSV–Kicker Ernes Matjaz die Gelb–Rote Karte. Ein völlig gebrauchter Nachmittag somit für die Randberliner. „Das Spiel hat keinen Spaß gemacht. Wir waren einfach zu lieb“, bilanzierte RSV–Coach Patrick Hinze.

Die TSG-Mannschaft jubelte gegen den RSV Eintracht 1949 über den ersten Saisonsieg.
Die TSG-Mannschaft jubelte gegen den RSV Eintracht 1949 über den ersten Saisonsieg. (Foto: Matthias Schütt)

Die Neustrelitzer freuten sich dagegen über den ersten Saisonsieg und blicken nun in Richtung Landespokalspiel am Samstag (12. August) gegen Rot–Weiß Wolgast (Landesklasse). „Die nächste Cuprunde hat bei uns oberste Priorität“, so der TSG–Coach, der wie sein Team die ersten drei Saisonzähler feierte — wenn auch durchnässt.

TSG Neustrelitz spielte mit: Borchardt — Oami, Riechert, Röth, Ladwig — Frühauf — T. Gäbel (90. Förster), Teetz — Kliefoth (72. Niemitz), Schmunck (72. M. Gäbel) — Härtel (78. Keil)