StartseiteRegionalNeustrelitzVerwahrlost dieses Stadtviertel von Neustrelitz?

Stadtbild

Verwahrlost dieses Stadtviertel von Neustrelitz?

Neustrelitz / Lesedauer: 2 min

Der Anblick, den Kiefernheide bietet, ist nicht der beste. Oft wird hier illegal Müll abgeladen. Jetzt gibt es weiteren Ärger.
Veröffentlicht:12.02.2024, 06:06

Artikel teilen:

Im Kiefernheidewäldchen in Neustrelitz hat der Regiehof Fällarbeiten durchgeführt. Das Stammholz wurde sofort abtransportiert, die Zweige und Äste seien aufgeschichtet worden und verblieben noch eine kurze Zeit am Ort, um nach Beendigung der Maßnahme gehäckselt zu werden. Das abgelagerte Schnittgut im Kieferheidewäldchen sei bereits am gestrigen Montag beräumt bzw. gehäckselt worden, teilt die Stadt Neustrelitz mit. Das Häckselgut sei vor Ort auf der Fläche zur Verrottung belassen worden, heißt es weiter.

Anwohner kritisiert die Vorgehensweise

Anwohner Gerhard Seeliger hat eine andere Sicht auf die Aktion der Stadt und spricht von einer Verwahrlosung des Stadtviertels. "Jetzt wurden wieder etliche Bäume vom Regiehof gefällt, das begehrte Birkenholz für den heimischen Kamin wurde gerne und schnell mitgenommen, aber die übriggebliebenen Äste und Zweige hat man bis auf unbestimmte Zeit liegen lassen", sagt er. Seeliger kann das nicht nachvollziehen: "Jeder Handwerker räumt nach vollendeter Arbeit seinen Arbeitsplatz ordentlich auf, welches wohl hier von den Ausführenden oder Verantwortlichen nicht für notwendig angesehen wird". So würden schon seit Jahren zwischen den Parkplätzen abgesägte Birkenbäume, Äste und Zweige liegen und niemanden kümmere es, hat er festgestellt.

Die Äste werden vom Regiehof im Laufe des Frühjahres gehäckselt.
Die Äste werden vom Regiehof im Laufe des Frühjahres gehäckselt. (Foto: ZVG)

Auch die alten, zerstörten Zaunfelder trüben den Blick auf das kleine Fleckchen Grün im Stadtgebiet, das hauptsächlich durch Plattenbauten geprägt ist. "Wer soll eigentlich die total zerstörten Zaunfelder, die durch Fällung der Birkenbäume entstanden sind, wieder reparieren oder entfernen?", fragt sich der Anwohner. Doch Pläne hierfür gibt es seitens der Stadt schon. Der jahrzehntealte Zaun soll perspektivisch zurückgebaut werden, so Rathaussprecherin Petra Ludewig.

Der Zaun ist schon in die Jahre gekommen und gibt kein schönes Bild ab.
Der Zaun ist schon in die Jahre gekommen und gibt kein schönes Bild ab. (Foto: ZVG)

Und dann kommt noch der Müll dazu

Der Weg vom Parkplatz Theodor-Storm Straße in den Wald hinein, bis zur Waldsiedlung wird von sehr vielen Bewohnern und deren Gäste gerne genutzt, um die Natur zu genießen und Spaziergänge zu unternehmen. "Ich möchte es meinen Besuch nicht mehr zumuten, hier einen Spaziergang zu unternehmen, weil außerdem auch noch der zusätzlich herumliegende Unrat, wie Papier und Sperrmüll, anwidert", sagt Seeliger.

Das Problem mit illegalem Sperrmüll besteht im Stadtteil Kiefernheide schon länger.
Das Problem mit illegalem Sperrmüll besteht im Stadtteil Kiefernheide schon länger. (Foto: ZVG)

Er wünscht sich, dass die Verantwortlichen sich selbst endlich einmal persönlich ein Bild von diesem schon lange untragbaren Zustand machen würden, um schnell wieder für Sauberkeit und Ordnung zu sorgen. Eine Birke sei beispielsweise im Laufe der Jahre immer mehr in Schräglage geraten. Seeliger drängt darauf, die Birke durch den Stadtförster begutachten zu lassen, bevor diese beim nächsten Sturm auf den Rad- und Fußweg fällt.