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Ganz Nebenbei

Streitkultur unter Freunden

Neustrelitz / Lesedauer: 1 min

Wer ein Leben lang Freunde hat, kann sich glücklich schätzen – auch wenn manche Ansichten gelegentlich gar nicht zusammenpassen.
Veröffentlicht:12.02.2024, 17:15

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Sie stimmen mir sicher zu, dass, je älter man wird, sich Freundschaften im Laufe der Jahre verändern oder weniger werden. Oft fehlt die Zeit, um Freundschaften zu pflegen, denn Familie und Beruf spannen einen ein und wollen unter einen Hut gebracht werden. Lebensmodelle verändern sich, sodass manche Freundschaften sich in Bekanntschaften mit freundschaftlichem Charakter wandeln. Das Leben ist in dieser Hinsicht wie ein Zug auf Reisen: Passagiere steigen aus oder ein und manche fahren bis zum Lebensende mit. So gewinnt man natürlich auch immer wieder neue Freunde hinzu.

Zumeist sind Freundschaften ja geprägt von gleichen Interessen oder Lebensvoraussetzungen. Doch auch Menschen mit einem völlig verschiedenen Hintergrund können Freunde werden. Wobei man ja manche Leben gar nicht selber leben möchte, es aber durchaus interessant und witzig sein kann, die anderen Ansichten zu hören.

Neulich stritt ein Paar, das schon längere Zeit gemeinsam durchs Leben geht, aufs Heftigste in der Freundesrunde. Dazu merkte ein Bekannter an, die beiden würden gar nicht streiten, sondern diskutieren. Für eine Diskussion, mit der man eher Sachlichkeit verbindet, gab es jedoch ziemlich starke emotionale Elemente. Ein weiterer Freund saß zwischen dem streitenden Pärchen und beobachtete die Szenerie. Bis er schließlich nicht mehr an sich halten konnte und seinen trockenen Kommentar in die Runde warf: "Gott sei Dank, bin ich Single" – was letztendlich die Situation entspannte und einigen doch noch ein Lächeln aufs Gesicht zauberte.