StartseiteRegionalNeustrelitzStrelitzer verliert 90.000 Euro an Liebes-Betrügerin

Love Scamming

Strelitzer verliert 90.000 Euro an Liebes-Betrügerin

Neustrelitz / Lesedauer: 2 min

Über eine Online-Kontaktanzeige hat ein 55-Jähriger aus Neustrelitz eine verhängnisvolle Bekanntschaft gemacht. Betrüger nutzten den Mann dann aus.
Veröffentlicht:07.09.2022, 13:46

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Ein 55-Jähriger aus der Region Neustrelitz ist Opfer eines digitalen Liebesbetrugs, eines sogenannten Love-Scamming geworden. Der Mann hat dabei eine sehr hohe Geldsumme verloren. In den Fall geht es um satte 90.000 Euro, die das Betrugsopfer laut Polizei verloren hat.

Vermeintliche Amerikanerin lockte mit „Erbschaft”

Über Portale mit Kontaktanzeigen hat der Mann eine Frau kennengelernt, die vorgab, als Amerikanerin gerade in Deutschland zu leben und in ihrer Heimat eine Millionen-Erbschaft gemacht zu haben. Damit das Geld nach Deutschland transferiert werden könne, sollte er für sie die Transaktionsgebühren und andere Vorabkosten auslegen. Ihm wurden die Rückzahlung und ein Anteil an dem Millionen-Erbe als Gegenleistung versprochen.

„Das ist natürlich Quatsch. Wir warnen immer wieder vor solchen Love-Scamming-Betrugsmaschen, bei denen sich Betrüger als angeblich in Not geratene US-Soldaten ausgeben oder eben vorgeben, Erbschaften nicht ohne die finanzielle Hilfe des späteren Opfers transferiert zu bekommen”, erklärt Claudia Tupeit vom Polizeipräsidium in Neubrandenburg deutlich.

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Polizei warnt vor Geldforderungen

Gerade im Fall von digitalem Liebesbetrug sind die Methoden sehr ausgefeilt. Die Täter gehen sehr geduldig vor, bauen teils über Monate hinweg eine Art Beziehung zu dem Opfer über Chats und sogar über Anrufe auf. So fassen die Opfer noch mehr Vertrauen. Dann schlagen sie mit ihren Mitleidsmaschen zu. In vielen Fällen nehmen Opfer sogar hohe Kredite auf, um die Überweisungen tätigen zu können.

„Wir raten Bürgern, bei Geldforderungen sofort sämtliche Kontakte abzubrechen und die Polizei zu informieren. Sollte bereits Geld überwiesen worden sein, dann sollten schnellstmöglich Polizei und Hausbank angerufen werden, um die Summe gegebenenfalls noch zurückholen zu können”, sagt Tupeit.