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Keine Protest-Flaute

Windkraftgegner von Schwarz und Buschhof halten weiter Mahnwachen ab

Schwarz / Lesedauer: 2 min

Auch im Stillstand bleiben die Windkraftgegner nicht untätig, aber natürlich mit dem gebotenen Abstand.
Veröffentlicht:23.04.2020, 15:56

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In Zeiten von Corona ist Protest möglich, wie die Bürgerinitiative „Keine Windräder zwischen Schwarz und Buschhof“ zeigt. Nach dem Motto: Wir halten gemeinsam stand – und den gebotenen Abstand“ finden weiterhin Mahnwachen statt, wie Anette Schlumbach von der Bürgerinitiative informiert.

Auch, wenn das öffentliche Leben seit geraumer Zeit durch die Pandemie fast zum Erliegen gekommen ist, bedeute das nicht, dass man untätig sei. Das trifft sowohl für die Gegner als auch die Befürworter der Windkraft zu. „Die Windkraftlobby agiert auch in diesen Tagen unermüdlich, um die Genehmigungen zum Bau weiterer unzähliger Windkraftanlagen zu erhalten“, ist Anette Schlumbach überzeugt.

„Wir machen weiter”

Aber die Bürgerinitiative lässt ebenfalls nicht locker. Am vergangenen Freitag fanden sich zwei Mitglieder der BI am Ortseingang zusammen. Mit ausreichendem Abstand zueinander bekundeten sie auf Plakaten ihren Protest gegen den geplanten Bau von Windkraftanlagen. Zudem machten sie ihre Forderung an die Politik deutlich, ein demokratisches Mitspracherecht und die Achtung des Bürgerwillens zu garantieren. „Wir machen weiter“, versicherte Anette Schlumbach.

Die Orte Schwarz und Buschhof grenzen an das sogenannte Eignungsgebiet Nummer 19 an, das für das Aufstellen von Windrädern von verschiedenen Behörden als geeignet angesehen wird. Auf dem rund 144 Hektar großen Gelände könnten laut Schlumbach zwischen sieben und zehn Anlagen entstehen. Da das Gelände eine Anhöhe hat, wären die Bürger vom Schattenwurf sowie vom Schlagschatten betroffen, befürchtet Schlumbach. Sie und die anderen Mitglieder der Bürgerinitiative setzen sich deshalb für diesogenannte 10H-Regel ein. Dahinter verbirgt sich eine Bestimmung in der Bayerischen Landesbauordnung, wonach Windkraftanlagen „einen Mindestabstand vom 10-fachen ihrer Höhe“ zu Wohngebäuden in Ortschaften einhalten müssen. Soll heißen: Statt der jetzigen 1000-Meter-Abstandsregelung müsste bei einem 170 Meter hohen Windrad immerhin eine Distanz von 1700 Meter eingehalten werden.