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1100 Menschen nutzen die Tafel in Uecker-Randow

Pasewalk / Lesedauer: 3 min

Den diesjährigen Tafel-Tag in Pasewalk nutzte Hannelore Schiebe, die Vorsitzende des Arbeitslosenverbandes, um sich bei allen Helfern und Unterstützern der Tafel zu bedanken.
Veröffentlicht:09.10.2021, 16:24

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„Rund 1100 Personen in der Uecker-Randow-Region nutzen derzeit das Angebot der Tafel ein- oder mehrmals pro Woche”, sagt Hannelore Schiebe, die Vorsitzende des Arbeitslosenverbandes Uecker-Randow. Beim diesjährigen Tafel-Tag in Pasewalk führte sie die wenigen Gäste, darunter der stellvertretende Bürgermeister Pasewalks, Marko Schmidt, Stadtpräsident Ralf Schwarz sowie eine Vertreterin der Sparkasse Uecker-Randow, durch die Räume der Pasewalker Tafel.

Acht Tafeln in der Uecker-Randow-Region

Deutschlandweit gebe es 957 Tafeln und 60 000 Unterstützer, so Schiebe weiter. Davon seien acht Ausgabestellen hier in der Region, nämlich in Pasewalk, Löcknitz, Penkun, Torgelow, Eggesin, Ueckermünde, Strasburg und Ferdinandshof vertreten. Monatlich fänden insgesamt bis zu 3000 Kontakte in den Ausgabestellen statt. „Mit ihrer Arbeit baut die Tafel nicht nur eine Brücke zwischen Überfluss und Mangel, sondern setzt auch ein Zeichen gegen Ressourcenverschwendung“, so Hannelore Schiebe.

Wie für alle sei Corona allerdings auch für die Tafel eine große Herausforderung gewesen. Es erfülle sie deshalb umso mehr mit Stolz, dass die Ausgabestellen der Region während der Pandemie zu keinem Zeitpunkt schließen mussten, so die Vorsitzende. „Dafür danke ich allen Helfern, Entscheidungsträgern und Lieferanten“, sagte sie.

2000 Kisten mit Lebensmitteln jeden Monat

Monatlich bewegen die Helfer der Tafel über 2000 Kisten gefüllt mit Lebensmitteln. „Das sind etwa 120 pro Tag, die auf unsere acht Standorte verteilt werden“, so Schiebe. Sie weist am Tafel-Tag auch noch einmal darauf hin, dass die Tafel sich ausschließlich durch Spenden finanziere. Jede Unterstützung werde dankend angenommen. „Besonderen Dank möchte ich an dieser Stelle an die Stadt Pasewalk und die Sparkasse Uecker-Randow richten, die uns tatkräftig unterstützen“, so Schiebe.

Ein Großteil der Spender kommt von hier

48 Prozent der gespendeten Lebensmittel seien Obst und Gemüse. „30 Prozent sind Bäckerei- und elf Prozent Milchprodukte.“ Wurst- und Fleischwaren würden nur zwei Prozent der Spenden ausmachen, ebenso wie vegetarische Fertigprodukte. Mit jeweils nur einem Prozent bilden Getränke und Süßigkeiten das Schlusslicht unter den gespendeten Lebensmitteln.

91 Prozent der spendenden Unternehmen seien lokal zu verorten, so die Vorsitzende. Darunter seien in erster Linie hiesige Lebensmittelketten. Zwei Prozent der Spender seien Hersteller aus der weiter gefassten Umgebung. Die restlichen sieben Prozent würden Spender aus der Landeslogistik ausmachen, beispielsweise aus Neubrandenburg.

Von den 1100 versorgten Personen in der Uecker-Randow-Region seien etwa 58 Prozent Erwachsene 30 Prozent Kinder und etwa 12 Prozent Rentner, weiß Hannelore Schiebe. Etwa 65 Prozent der Tafelgänger seien Hartz IV Empfänger, 13 Prozent Asylbewerber. Die restlichen 22 Prozent würden Rentner beziehungsweise frühzeitige Rentner ausmachen.