Vandalismus
Ampel kaputt – war es ein gezielter Anschlag?
Löcknitz / Lesedauer: 2 min

Fred Lucius
Über ein gestohlenes Tempo-60-Schild oder eine geklaute Warnleuchte wundert sich Robert Salitzky kaum noch. Dass es aber jemand auf mobile Ampeln abgesehen hat – das ist für den Inhaber der Neuensunder Firma LS Strassen VLG Verkehrs- und Baustellenabsicherung neu.
Schaden: 8000 Euro
Seit etwa drei Wochen sei ein Ampelzerstörer in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern unterwegs, sagt Salitzky. Nach einer komplett gestohlenen Anlage in Golm bei Gramzow sei vermutlich in der Nacht zum Sonntag eine Ampel an der Bundesstraße 104 zwischen Löcknitz und Bismark zerstört worden.
Dabei seien die Steuerung entwendet, LED-Lampen zerstört, Kabelbäume zerschnitten und Schlösser mit Sekundenkleber zugeklebt worden. Die Folge: Diese Anlage sei nicht mehr reparabel. Den Schaden alleine hier beziffert der Firmen-Inhaber auf rund 8000 Euro. Insgesamt sei durch mehrfache Zerstörungen und Diebstahl ein Schaden von rund 20.000 Euro entstanden.
Gilt der Angriff etwa seiner Firma?
Salitzky vermutet, dass die Angriffe seiner Firma gelten. An einige Teile komme man nur mit Fachwissen oder Spezialwerkzeugen heran. Bei der Zerstörung in Löcknitz gebe es auch Hinweise auf einen Verursacher. Die Tat sei ein schwerer Eingriff in den Straßenverkehr. Ersatzteile für derartige Anlagen seien schwer zu bekommen, auf eine neue Anlage müsse man etwa ein halbes Jahr warten. Er hoffe von der Polizei, dass nach den Anhaltspunkten auf den möglichen Verursacher ein Täter ermittelt werde.

Ein Polizeisprecher in Anklam bestätigte die Zerstörung der Ampelanlage bei Löcknitz. Dazu liege eine Anzeige vor. Es sei zudem richtig, dass es einen Hinweis auf einen möglichen Täter gebe.