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Fußball-Fusion

Die Geburtsstunde der SpVgg Torgelow-Ueckermünde

Torgelow / Lesedauer: 4 min

Spielvereinigung Torgelow-Ueckermünde – unter diesem Namen werden der Torgelower FC Greif und FSV Einheit Ueckermünde gemeinsam ab der Saison 2023/2024 auflaufen. Der Verein ist gegründet.
Veröffentlicht:23.11.2022, 13:00

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Einst waren sie Lokalrivalen, jetzt haben sie sich vereint: Die Fußballvereine Torgelower FC Greif und FSV Einheit 1949 Ueckermünde werden zu einem gemeinsamen Verein verschmelzen. Dessen Name: Spielvereinigung (SpVgg) Torgelow-Ueckermünde. Die Neugründung ist am Dienstagabend bei einer Versammlung aller acht Mitbegründer im Torgelower Tennissportpark vollzogen worden. Ab der Saison 2023/2024 sollen die Kräfte im gesamten Nachwuchs- und Herrenbereich gebündelt werden.

„Historischer Tag für die Fußballregion”

„Für die Fußballregion ist das heute ein historischer Tag“, sagte Dietrich Lehmann, Präsident des Torgelower FC Greif. Der 71-Jährige ist bei der Gründungsversammlung einstimmig zum Vorsitzenden des neuen Vereins gewählt worden. „Innerlich bin ich richtig glücklich, dass es uns gelungen ist, als jahrzehntelange Gegner auf Augenhöhe jetzt gemeinsam voranzugehen und diesen wichtigen Schritt in die richtige Richtung gehen. Ich bin überzeugt davon, dass wir alle mit sehr viel Euphorie bei der Sache sind“, sagte er.

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Einstimmig votierten die acht Gründungsmitglieder auch für Peter Ruhnau, Präsident des FSV Einheit Ueckermünde, als weiteren Vorsitzenden der Spielvereinigung. „Ich bin zutiefst überzeugt davon, dass es sich hierbei um den einzigen richtigen Weg handelt, um dem Territorium auf lange Sicht anständigen, regionalen Fußballsport zu bieten. Ich freue mich, dass beide Vereine zusammengefunden haben. Nun werden wir unsere bestehenden Kräfte bündeln, um daraus neue Kräfte freizusetzen“, so Ruhnau.

Nachhaltigen Fußballsport in der Region sichern

Ziel der Zusammenführung sei es, das Geld sowie die sportlichen Kräfte zu bündeln, um damit nachhaltigen Fußballsport in der Region zu sichern. Den Grundstein dafür wolle man durch professionalisierte Nachwuchsarbeit legen. „Junge Spieler aus der Region sollen bei uns durch qualifizierte Übungsleiter so ausgebildet werden, dass der Sprung in den Erwachsenenbereich für sie so gering wie möglich ausfällt“, skizzierte Ruhnau das Vorhaben. „Unsere Männermannschaften sollen sich auf lange Sicht aus Spielern aus der Region zusammensetzen.“

Beide Clubchefs sind sich einig, dass mit dieser Fusion auch ein Stück Identifikation mit dem Fußball in der Region zurückgewonnen werden kann.

Im Zuge der Versammlung ist im Tepato auch der erste Vorstand der SpVgg bestellt worden. Diesem gehören neben Lehmann und Ruhnau die Torgelower Peter Jandt und Uwe Tott sowie der Ueckermünder Rainer Lange an. Als Gründungsmitglieder wohnten außerdem Uwe Wieland (Torgelow), Ronny Stieg und Andreas Donges (beide Ueckermünde) der Geburtsstunde des Vereins bei.

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Schwarz und Weiß sind die Farben der Fußball-Fusion

Ebenfalls beschlossen worden ist am Dienstag die Satzung des neuen Vereins. Darin werden unter anderem Vereinszweck und Vereinsname geregelt. Zudem legten sich die Gründungsmitglieder auf einheitliche Vereinsfarben fest. „Wir haben uns für Schwarz und Weiß entschieden. Damit können beide Seiten sehr gut leben“, sagte Dietrich Lehmann. Demnach werden sich die Akteure der Spielvereinigung ihren Fans ab der Saison 2023/2024 auch in schwarz-weißen Trikots präsentieren. Gespielt werden soll dann im Übrigen weiterhin sowohl in Torgelow als auch in Ueckermünde.

Protokoll liegt Vereinsgericht zur Eintragung vor

Die Gründungsversammlung war der erste Schritt zur rechtlichen Anerkennung der Spielvereinigung. Die Beschlüsse sind in einem Protokoll festgehalten worden, das nun dem Vereinsgericht zur Eintragung vorgelegt wird. „Die bürokratischen Prozesse werden sicherlich noch ein paar Wochen in Anspruch nehmen“, sagte Lehmann.

Bis zum 1. Februar 2023 bleibt den Fusionspartnern dem Vernehmen nach Zeit, um die Übertragung der Spielklassen zu organisieren und die Fusion damit amtlich zu machen. Halten die Fusionspartner alle Vorgaben bis zum 1. Juli 2023 ein, steht der Revolution in Fußball-Vorpommern nichts mehr im Wege.

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