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Nach Birkenstock

Die nächste Firma will im Pasewalker Industriepark bauen

Uecker-Randow / Lesedauer: 2 min

Im Pasewalker Industriepark Berlin-Szczecin soll es nach Topregal und Birkenstock eine weitere Ansiedlung geben. Diesmal ist es jedoch eine Firma aus Vorpommern, die hier ansässig werden will.
Veröffentlicht:02.07.2022, 06:00

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„Aus dem Wald in die Stadt“ will Arno Gruber mit seiner Firma Trendy Herstellungs- und Vertriebsgesellschaft (Trendybau) aus Hintersee. Das Unternehmen, das Pflasterfugensysteme für den Außenbereich entwickelt und herstellt, plant eine Ansiedlung im Industriepark Berlin-Szczecin. Dazu soll eine Fläche von 2,4 Hektar erworben werden. Arno Huber stellte die Pläne von Trendybau am Donnerstagabend während der Stadtvertretertagung im Pasewalker Rathaus vor.

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Hinterseer Firma will Umsatz deutlich steigern

„Die Firmen-Erweiterung ist notwendig wegen der steigenden Absatzmenge. Die Bedingungen in Pasewalk sind ideal dafür“, sagte der 50-Jährige. Im vergangenen Jahr habe man einen Umsatz von rund 1,5 Millionen Euro erzielt. Dieser solle in den kommenden Jahren deutlich steigen, erklärte der Geschäftsführer. Mit dem Neubau eines Werkes im Pasewalker Industriepark soll Arno Grube zufolge auch die Fortführung des Unternehmens durch die nächste Familiengeneration gesichert werden. In der Firma arbeiten neben seiner Frau auch die Kinder. Insgesamt zähle das Unternehmen gegenwärtig acht Mitarbeiter. Wie viele weitere Beschäftigte mit dem neuen Standort hinzukommen, könne man zurzeit noch nicht sagen. Nach den Vorstellungen des Geschäftsführers soll im August, September des kommenden Jahres der Baustart erfolgen und im Herbst die erste Produktionshalle errichtet werden. Anfang 2024 sei der Start der Produktion vorgesehen.

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Der Spezialmörtel beugt Unkräutern und Ameisen vor

Die Firma Trendybau wurde 2008 gegründet. Laut Gruber entwickelt und vertreibt das Unternehmen verschiedene Pflasterfugenmörtel, einen wasserdurchlässigen, aber festen Fugenmörtel auf Kunst- oder Naturharzbasis, der auf Pflasterflächen bei Terrassen, Gehwegen oder Hofeinfahrten angewendet wird. Dieser Mörtel, der Unkräutern und Ameisen vorbeuge, solle zukünftig in Pasewalk von eigenen Mitarbeitern selbst hergestellt werden. Derzeit werde der Baustoff noch nach eigenen Vorgaben und Rezepturen beziehungsweise Zusammensetzungen von anderen Firmen – teilweise in Bayern, Berlin, Sachsen-Anhalt oder Nordrhein-Westfalen – für Trendybau hergestellt oder abgefüllt. Das sei auch dadurch bedingt, dass Rohstoffe wie bestimmte Quarzsande oder Fugensande, die benötigt werden, beispielsweise nur in Bayern oder in Sachsen-Anhalt aufgrund der geologischen Bedingungen vorkommen. Verkauft würden die Produkte bereits jetzt europaweit, sagte Gruber.

Die Pasewalker Stadtvertreter stimmten im nicht öffentlichen Teil der Sitzung dem Verkauf einer Fläche im Industriepark an das Unternehmen aus Hintersee zu.

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