Kunstprojekt

Diese drei Damen wollen den Vorpommern das Tanzen schmackhaft machen

Glasow / Lesedauer: 3 min

Drei Gemeinden und die Stadt Penkun wollen mit ihrer Dorfresidenze ein großes Tanzfest auf dem Randowplateau auf die Beine stellen. Dabei sollen drei Künstlerinnen helfen.
Veröffentlicht:20.08.2022, 06:00

Von:
  • Mathias Scherfling
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Während es für das Kulturlandbüro bereits die fünfte Dorfresidenz ist, war es für die Kommunen des Randowplateaus – Grambow, Glasow, Krackow und die Stadt Penkun – eine Premiere. So war es nur logisch, dass sich der offizielle Startschuss des Projektes Ende der Woche am Sportplatz von Glasow zu einer kleinen Gartenparty entwickelte. Vertreter aus Institutionen und Vereinen, aber auch interessierte Privatpersonen wollten dabei sein, als sich die drei zukünftig verantwortlichen Künstlerinnen von „Tänzer ohne Grenzen“ vorstellten. Schließlich sind alle Einwohnerinnen und Einwohner der einen Stadt sowie der drei Gemeinden mit 23 Ortsteilen – also rund 3900 Menschen – dazu aufgerufen, gemeinsam ein Tanzfest zu gestalten.

Die Vision ist „Das Fest – Tanz auf dem Randowplateau“ zu einem humorvollen, rauschenden, poetischen, verbindenden, fröhlichen, aber auch nachdenklich stimmenden Event zu machen. Dabei sollen möglichst viele Einwohner des Randowplateaus mit einbezogen werden. Dafür wollen Be van Vark, die für die künstlerische Leitung und Choreografie verantwortlich zeichnet, Anja Schäplitz, die Tanz und Musik koordinieren will, und die Kostümbildnerin Bärbel Jahn zunächst für vier Wochen in Glasow eine Wohnung beziehen.

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Im Januar ziehen die Künstlerinnen in die Region

„Wir wollen einen Monat vor Ort sein, um uns mit den Leuten zusammenzutun, Probentrainings anzubieten, Leute kennenzulernen, Leute dafür zu begeistern und beispielsweise mit den Landfrauen und Vereinen ins Gespräch kommen“, informierte Be van Vark. Natürlich sei der erfahrenen Choreografin klar, dass es eine gewisse Scheu gebe, beim Tanzen über den eigenen Schatten zu springen. „Aber dafür sind wir ja hier, um die Menschen zum Tanzen zu überzeugen.“

In den kommenden Monaten seien die drei Künstlerinnen immer kurzzeitig vor Ort. „Im Januar ziehen wir dann richtig hierher, um kontinuierlich zu proben“, sagte die künstlerische Leiterin. Es wäre natürlich toll, wenn sich ganz viele Menschen beteiligen würden. „Je mehr Leute wir gewinnen können, desto mehr kann der Einzelne in der Gruppe tun.“ Letztendlich sei das Thema das Fest oder der Tanz auf dem Plateau. „Jeder verbindet etwas damit. Jeder hat eine Familie und seine privaten Feierlichkeiten. Uns geht es um persönliche Geschichten, aber auch um vielleicht verloren gegangene Traditionen. Das wollen wir verbinden und daraus etwas Gemeinsames gestalten“, brachte es Be van Vark auf den Punkt. Bislang hätten die Künstlerinnen nur ein Gerüst. Ausgefüllt müsse dieses von den Menschen vor Ort werden.

Ansprechpartnerin für an der Mitwirkung am Projekt interessierte Einwohner ist die Netzwerkkoordinatorin Maria Elsner. Telefon: 039749 565003, E-Mail: [email protected]

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