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Bildung

Diese Möglichkeiten gibt es für Strasburgs Schulen

Strasburg / Lesedauer: 3 min

Mit den Schulen in der Stadt muss etwas passieren - darüber sind sich die Strasburger einig. Nur was? Ein Planungsbüro hat nun Varianten und Kosten vorgestellt. 
Veröffentlicht:29.11.2023, 18:03

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Die Entscheidung über die Zukunft der Strasburger Schulen wird nicht einfach. Und sie wird in jedem Fall teuer. „Das ist eine Entscheidung für die nächsten 50 Jahre. Wir müssen schnell sein, um bildungspolitisch zu einem guten Ergebnis zu kommen. Und in jedem Fall enden wir um die 20 Millionen Euro“, sagte Bürgermeister Klemens Kowalski (parteilos) während einer Info-Veranstaltung am Dienstagabend in der Max-Schmeling-Halle.

Es gibt auch eine vierte Möglichkeit

Bislang waren drei Varianten im Gespräch: eine Sanierung der Grund- (Rote Schule) und Regionalen Schule, ein neuer Schulcampus oder eine Kombination aus beiden. „Wir stellen heute noch eine vierte Variante vor. Die haben wir im Nachgang betrachtet“, sagte Hendrik Flader vom Planungsbüro Baukonzept Neubrandenburg. Damit meinte der Projektleiter eine Sanierung der Regionalen Schule mit einem Anbau einer neuen Grundschule an diesem Standort.

Klemens Kowalski verwies zudem vor der Veranstaltung auf seinen Vorschlag im jüngsten Hauptausschuss, der einen Neubau der Regionalen Schule und die Sanierung der Grundschule vorsieht. Diese Version befand sich dann auch wie die Vorschläge Neubau eines Schulcampus und Sanierung beider Schulen auf einem Abstimmungszettel, den die etwa 90 Besucher am Ende der Veranstaltung ausfüllen konnten.

Defizite in beiden Schulen

Hendrik Flader machte deutlich, dass es in beiden Schulen Defizite gibt und in beiden Objekten umfangreiche Maßnahmen bei einem Umbau und einer Sanierung notwendig sind. Stichworte seien Brandschutz und Rettungswege, Barrierefreiheit, Verbesserung der Raumstrukturen und Nutzbarkeit, Sonnenschutz und Schülerspeisung. In der Grundschule komme der Denkmalschutz hinzu. In jeden Fall komme man bei diesen Sanierungen um einen teilweisen oder vollständigen Freizug der Schulen und Unterricht in Containern nicht umhin.

Während der Projektleiter die Kosten für die Modernisierung der Regionalen Schule mit 11,98 Millionen Euro bezifferte, würden für die Grundschule 5,42 Millionen Euro anfallen. Ein neuer Schulcampus, der beide Schulen und den Hort beherbergt, schlage mit 24,05 Millionen Euro zu Buche. Der Vorteil sei, dass bis zur Fertigstellung beide Schulen weiter betrieben werden können und Schule in Strasburg an einem Standort stattfinde.

Knapp 20 Millionen für Sanierung und Anbau

Bei einer sanierten Regionale Schule mit einem Anbau einer neuen Grundschule komme man auf Kosten von 19,91 Millionen Euro. Für die Variante Neubau der Regionalen Schule und die Sanierung der Grundschule gibt es noch keine Kostenschätzung. Für diese Version warb der Bürgermeister. Man komme ohne Unterricht in Containern aus, die Grundschule könne während der Sanierung in die Regionale Schule umziehen. Zudem würde man mit der Roten Schule, ein für die Stadt wichtiges Gebäude, ein Stück Seele erhalten. „Die Rote Schule darf nicht ungenutzt bleiben. Eine Entscheidung ohne Nutzungskonzept dafür ist nicht vermittelbar“, sagte der Bürgermeister.

Stadtvertreter müssen entscheiden

Bei der nicht repräsentativen Abstimmung votierten 33 Strasburger für einen Neubau der Regionalen Schule und Sanierung der Grundschule, 16 stimmten für den Schulcampus und vier Gäste für die Sanierung beider Schulen. Am kommenden Donnerstag, 7. Dezember, sollen die Stadtvertreter in ihrer Sitzung um 17 Uhr in der Aula der Regionalen Schule eine Grundsatzentscheidung zu den Schulen der Stadt treffen.