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Ein Zufall brachte Max und sein geliebtes Geflügel zusammen 

Strasburg / Lesedauer: 3 min

Der elfjährige Max Ernst ist einer von wenigen Jungzüchtern in der Region. Er hat mit seinen Hühnern sogar schon einen Landespreis abgeräumt. 
Veröffentlicht:07.02.2024, 18:00

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Mit einer Tombola bei einer Geflügelausstellung in Burg Stargard fing alles an. Der Strasburger Max Ernst hatte Losglück und konnte zwischen zwei Tauben und einem Hahn auswählen. Der Junge  entschied sich für den Hahn. Für den heute Elfjährigen war dies der Beginn der Hühner-Zucht der Rasse Zwerg-Wyandotten silber schwarz gesäumt.

Ehrenpreis bei Landesjugendschau

"Durch mich ist Max nicht vorbelastet. Seine Opas haben gezüchtet", sagt Vater Christian Ernst (40). Zudem habe sein Cousin Sebastian Brandt wertvolle Tipps gegeben. Der ist nämlich Experte für Groß- und Wassergeflügel und schon lange im Mitglied im Strasburger Rassegeflügelzuchtverein „Geflügelfreund“. Vom ehemaligen Vorsitzenden, Andreas Retschlag, habe Max zudem zwei Alt-Hennen für den Aufbau der Zucht erhalten.

"Das hat gleich gut geklappt", sagt der Fünftklässler. Bei der Landesschau in Demmin im Jahr 2022 holte er den Ehrenpreis "Landesjugendschau M-V".  Einen Pokal bei so einer Ausstellung zu holen, sei schön. "Schön ist aber auch, die Küken im Brutapparat schlüpfen zu sehen", erzählt der Elfjährige, zu dessen Hobbys auch der Judo-Sport gehört. 

In der Strasburger Max-Schmeling-Halle findet am kommenden Wochenende die Ausstellung des Strasburger Vereins "Geflügelfreund" statt. Damit endet die Reihe der Schauen in der Uecker-Randon-Region in diesem Jahr.
In der Strasburger Max-Schmeling-Halle findet am kommenden Wochenende die Ausstellung des Strasburger Vereins "Geflügelfreund" statt. Damit endet die Reihe der Schauen in der Uecker-Randon-Region in diesem Jahr. (Foto: NK-Archiv)

"Wenn es um die Pflege und Betreuung der Tiere geht, muss Max mit ran, klar. Das ist schon mit Aufwand verbunden. Erst recht vor einer Ausstellung", sagt Vater Christian Ernst, der in die Rassegeflügelzucht nach und nach "reingerutscht" ist. Er züchtet Rouenenten wildfarbig, eine vom Aussterben bedrohte Rasse, die auf der Roten Liste stehe. Und er ist mittlerweile Jugendwart des Strasburger Vereins.

Max’ Papa ist jetzt Jugendwart

"Wir müssen sehen, dass wir mehr Kinder und Jugendliche in den Verein bekommen", betont Ernst. Zwar zähle der Verein rund 50 Mitglieder, der Altersdurchschnitt sei aber recht hoch, fügt Rainer Rogalski hinzu, der seit dem vergangenen Jahr Vereinschef ist. Zweimal wegen Corona und einmal wegen der Vogelgrippe habe man die Ausstellung in Strasburg absagen müssen. "Das geht nicht spurlos an den Vereinen vorbei, auch nicht an unserem."

Während die Strasburger einst bei Ausstellungen fast 1000 Tiere in der Schmeling-Halle zeigen konnten, seien es bei der Schau am kommenden Wochenende 500 Tiere von 42 Züchtern aus dem Verein, aber auch aus der Uckermark. Angesichts der Umstände sei das immer noch eine gute Zahl, so der Vorsitzende. Unter den 42 Ausstellern seien sieben Jungzüchter, die eine eigene Jugendschau präsentieren. Jungzüchter Max wird mit vier Hähnen und vier Hühnern seiner Zwerg-Wyandotten dabei sein. "Über eine gute Bewertung würde ich mich schon freuen", meint er. Ein "b" hingegen sei weniger gut, das stehe nämlich für befriedigend, oder, wie Max sagt, für "Bratpfanne"

Nach drei Jahren Pause findet in Strasburg wieder eine Rassegeflügelschau statt.
Nach drei Jahren Pause findet in Strasburg wieder eine Rassegeflügelschau statt. (Foto: Archiv )

Die Strasburger Züchter beenden die Ausstellungsreihe in der Uecker-Randow-Region. Weil sie die Schmeling-Halle für ihre Schau nur in den Ferien nutzen können, ist diese Veranstaltung die letzte. Nach der Bewertung der Tiere am Donnerstag durch sieben Preisrichter haben am Freitag die Jungen und Mädchen aus Strasburger Kitas und von den Tagesmüttern die Möglichkeit, sich die Tiere anzusehen. Für Besucher ist die Ausstellung am Sonnabend von 9 bis 17 Uhr und am Sonntag von 9 bis 13.30 Uhr geöffnet.