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Jahrelanger Leerstand

Für alte Mädchenschule sind viele Millionen Euro nötig

Pasewalk / Lesedauer: 1 min

Viele Pasewalker sind in dem großen Haus einst ein und aus gegangen. Heute bietet es einen traurigen Anblick. Was soll damit passieren?
Veröffentlicht:07.02.2024, 12:00

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Wer vor der ehemaligen Pasewalker Mädchenschule an der Ecke Bau-, Klosterstraße steht, erkennt schnell, dass das Gebäude länger nicht mehr genutzt wurde. Der Pausenhof ist übersät mit Laub und Unkraut, und die Sitzbänke sind mit Moos überzogen. Einige Fenster des ehemaligen Schulgebäudes sind mit Brettern vernagelt worden, andere Scheiben weisen Löcher auf. Auch die Eingangstüren haben schon mal bessere Tage gesehen. 

Gebäude müsste erst mal erneuert werden

Dabei sind an dem Haus im Stadtzentrum vor knapp vier Jahren "Sicherungs- und Werterhaltungsarbeiten" auf dem Dach und an der Fassade durchgeführt worden, erklärte Bauamtsleiter Marko Schmidt. Doch bei leerstehenden Gebäuden komme es immer mal wieder zu eingeworfenen Fensterscheiben, welche vom technischen Dienst repariert würden. Für eine Nutzung des denkmalgeschützten Hauses hatte sich die Stadt Pasewalk im Mai 2020 jedoch noch nicht entschieden. Auch aktuell gebe es keine Pläne, das Haus wieder in Betrieb zu nehmen, sagte der Bauamtsleiter.  

Dafür müsste das Gebäude nämlich erst mal saniert werden. Die geschätzten Kosten würden dafür allerdings bei einem "mehrstelligen Millionenbetrag" liegen, erklärte Schmidt. Sollte sich ein Investor finden, sei die Stadt für alle Richtungen offen. 

Einige der Fensterscheiben sind beschädigt worden.
Einige der Fensterscheiben sind beschädigt worden. (Foto: Dominic Schmidt)

Bis kurz nach der Jahrtausendwende ist das Gebäude noch als Regionalschule Pasewalk Mitte genutzt worden. Davor war es eine verbundene Haupt- und Realschule. Seitdem steht das Haus jedoch leer. Errichtet wurde die Schule weit vor 1945 als "Allgemeine Mädchenschule". Kurz nach 1945 zog die Grundschule I in die Räume ein. In der DDR diente das Gebäude als Polytechnische Oberschule und erhielt 1979 den Namen des Arbeiterveterans Max Leu (1910-1974). Auf der Vorderseite des Hauses ist der Name rechts neben der Eingangstür noch leicht verblasst zu lesen.

Der Pausenhof ist bedeckt von Laub, Unkraut und Moos.
Der Pausenhof ist bedeckt von Laub, Unkraut und Moos. (Foto: Dominic Schmidt)