StartseiteRegionalPasewalkIm Gartenparadies in Vorpommern blüht es auch im Januar

Botanischer Garten Christiansberg

Im Gartenparadies in Vorpommern blüht es auch im Januar

Christiansberg / Lesedauer: 3 min

Im Botanischen Garten in Christiansberg herrscht Winterruhe. Die Gärtner haben auf dem 30 000-Quadratmeter-Areal aber auch jetzt zu tun und manche Blüte wagt sich schon ans Licht.
Veröffentlicht:07.01.2023, 12:34
Artikel teilen:

Unsere Frage, ob der Botanische Garten in Christiansberg im Landkreis Vorpommern-Greifswald jetzt auch zur Winterzeit geöffnet ist, beantwortet Walter Kapron mit einem verschmitzten Lächeln im Gesicht. „Sagen wir mal so, wir haben nicht geschlossen.“ Gerade ist es jedoch ziemlich ruhig in dem deutschlandweit bekannten und mehr als 30 000 Quadratmeter großen Paradies von Walter Kapron und Manfred Genseburg. Klar, auch der Garten hat sich mal ein bisschen Ruhe verdient – Winterruhe.

Mehr lesen:  In Christiansberg flattert es einfach überall

Besucher waren schon seit November nicht mehr da

„Die letzten Besucher waren im November hier“, erinnert sich der Inhaber und gibt zu, dass er diese kleinen Auszeiten natürlich auch genießt. „Wir arbeiten sonst das ganze Jahr, zwölf Stunden, sieben Tage die Woche“, sagt er. Ganz untätig sind er und Gärtnerkollege Christian Wiechelt natürlich auch jetzt nicht, denn es gibt es immer etwas zu tun, wie beide sagen.

Lesen Sie auch: Vorpommerns grünes Paradies ist ein Besuchermagnet

Pavillon erhält neuen Anstrich

Während Christian Wiechelt, der seit fast einem Jahr sein Herzblut in das vorpommersche Paradies fließen lässt, gerade dem Holzpavillon einen neuen wetterfesten Anstrich verpasst und danach die provisorische Überdachung für das Mammutblatt wieder in Ordnung bringen will, beseitigt Walter Kapron die Äste vom Dach des Gartenhäuschens.

Beobachtet wird er dabei von zahlreichen Amseln, die sich jeden Tag über ein paar selbst geerntete Äpfel aus dem Garten freuen können. „Aufgrund der Vielfalt der Gehölze mit ihren verschiedenen Früchten fühlen sich bei uns zahlreiche Vogelarten wohl“, freut sich der 70-Jährige.

Frühstarter bringen Farbe

Wer ganz genau hinschaut, kann natürlich auch jetzt schon ein paar Blüten auf dem großen Areal entdecken. Während die Frühblüher sich allerdings noch ein wenig Zeit lassen dürfen, steht der Winterjasmin in voller Blüte und setzt gelbe Farbtupfer in dem ansonsten januarschlichten Garten. Auch die verschiedenen Zaubernüsse und Christrosen machen Lust auf den Frühling, der sich in Form der Blüten bei Lenzrosen und Alpenveilchen ganz langsam ankündigt.

Café ab Ostern wieder offen

Angekündigt ist auch schon der erste Reisebus mit Besuchern, sagt Walter Kapron. Zu Ostern wird nämlich Petra Krohn ihr „Bistro & Café Magnolia“ wieder öffnen. Dann warten jede Menge selbst gemachte Torten, leckere Eisbecher, aber auch Deftiges wie hausgemachter Kartoffelsalat und Eintöpfe auf die Besucher, die aus der gesamten Republik anreisen, um sich an dem einmaligen Gartenparadies zu erfreuen. Natürlich hat sich dieses kulinarische Angebot längst auch in der Region herumgesprochen. Manch einer holt sich eine Torte für die heimische Kaffeetafel bei Petra Krohn.

Blauglockenbaum ist eine Rarität

Walter Kapron freut sich indes ganz besonders auf die Blüten des Blauglockenbaumes, der im April seine wahre Schönheit zeigen wird. Das Prachtexemplar im Botanischen Garten Christiansberg trägt zahlreiche Knospen und dürfte so ziemlich das einzige Bäumchen dieser Art weit und breit sein. Insofern ist der Baum schon eine Kostbarkeit.

Wenn Sie, liebe Leser und Leserinnen, uns verraten möchten, welchen Blüten im Botanischen Garten in Christiansberg Sie besonders gespannt entgegensehen, dann schreiben Sie uns gern eine E-Mail. Unter allen Einsendungen verlosen wir dann zwei Wandkalender mit Aufnahmen aus dem Gartenparadies.