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Verbrechen

Tote 18-Jährige – Darum gehen Ermittler von Mord aus

Pasewalk / Lesedauer: 2 min

Im Bereich der Kleingartensparte „Frieden“ in Pasewalks Osten wurde eine 18-Jährige tot aufgefunden. Die Polizei nennt weitere Details in dem Fall.
Veröffentlicht:08.12.2023, 12:39

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An einem Freitagvormittag im Dezember herrscht in den schneebedeckten Gärten der Sparte „Frieden“ im Pasewalker Ostens weitgehend Ruhe. Nur ein, zwei Kleingärtner schauen nach dem Rechten. „Hier wird öfter Mal eingebrochen“, sagte eine Frau, die gerade ihr Fahrrad durch die Anlage schiebt.

Die neueste Entwicklung: Polizei nimmt zwei Verdächtige fest

Die Pasewalker Gartensparte „Frieden“ macht ihrem Namen im Winter eigentlich alle Ehre. Doch seit am Donnerstagabend hier am Rande der Gärten die Leiche einer jungen Frau gefunden wurde, ist es mit dem Frieden vorbei.
Die Pasewalker Gartensparte „Frieden“ macht ihrem Namen im Winter eigentlich alle Ehre. Doch seit am Donnerstagabend hier am Rande der Gärten die Leiche einer jungen Frau gefunden wurde, ist es mit dem Frieden vorbei. (Foto: Andy Bünning)

Ja, vom Tod einer jungen Frau in Pasewalk habe sie gehört, hier in der Anlage könne es aber nicht sein, glaubt sie. Nichts sei abgesperrt, alles sei zugänglich. Vom Vorstand habe sich auch niemand gemeldet und etwas mitgeteilt.

Fundort etwas abseits der Lauben

Was die Frau nicht ahnen kann: Von der anderen Seite der Sparte, von der Schützenstraße kommend, ist sehr wohl ein Weg von Polizisten abgesperrt. Hier untersuchen drei Kriminalisten bei Eiseskälte eine Stelle in einem verwilderten, unwegsamen Gelände, in dem keine Lauben stehen. Vom Hauptzugang der Sparte „Frieden“ in der Stettiner Chausssee aus konnte daher niemand etwas mitbekommen.

Die Kriminaltechniker in ihren weißen Schutzanzügen verschmolzen fast mit dem Schnee.
Die Kriminaltechniker in ihren weißen Schutzanzügen verschmolzen fast mit dem Schnee. (Foto: Fred Lucius)

Am Donnerstag hatte die Polizei zunächst eine öffentliche Vermisstensuche nach einer 18-Jährigen aus Pasewalk gestartet. Da war die junge Frau, die zuletzt am Abend zuvor in ihrer Wohngruppe in der Fröbelstraße gesehen worden war, bereits seit knapp 24 Stunden verschwunden und eine erste Suche war ergebnislos verlaufen.

Gewaltverbrechen vermutet

Doch noch am Donnerstagabend gab es dann die traurige Gewissheit. Die 18-Jährige lebt nicht mehr. Ein Suchhund der Rettungshundestaffel des DRK Ostvorpommern Greifswald hatte sie, begleitet von Polizei-Einsatzkräften, im Freien liegend auf einer Wiese an der Gartensparte gefunden. Schnell hieß es, dass ein Gewaltverbrechen vermutet werde.

Die Kriminaltechniker suchten und sichteten mögliche Beweise.
Die Kriminaltechniker suchten und sichteten mögliche Beweise. (Foto: Felix Gadewolz)

Nun ermitteln Staatsanwaltschaft und Polizei wegen Verdachts des Totschlags. „Aufgrund der äußeren Verletzungen besteht der Verdacht eines Tötungsdelikts“, teilt eine Polizeisprecherin mit. Gleichzeitig wurde bereits mit der Obduktion des Leichnams der 18-Jährigen begonnen. Rechtsmediziner wollen so die genaue Todesursache klären.

Die Polizei bitte vor allem auf Hinweise die Anwohner der Pasewalker Oststadt oder Besitzer von Kleingärten in der Sparte um Hilfe. Mögliche Zeugen werden gebeten, sich im Polizeihauptrevier Pasewalk unter der Telefonnummer (03973) 220 224 oder in jeder anderen Dienststelle zu melden.