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Sängerwettstreit

Neuer Uckermark-Pokal heißt „Goldene Wruke“

Schwedt / Lesedauer: 3 min

Die Gewinner der ersten „Goldene Wruke“, verliehen für sängerisches Können im Amateurbereich, stehen fest. Die Uckermärkischen Bühnen Schwedt haben sich diesen Spaß ausgedacht.
Veröffentlicht:29.01.2023, 11:52

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Mit ihrem neuen Format haben die Uckermärkischen Bühnen Schwedt (ubs) am 28. Januar einen Volltreffer gelandet und unbekannten Talenten in der Uckermark ein Podium geboten. Das erste „Januarsingen“ wurde ein Riesenerfolg – für die Sängerinnen und Sänger, den Veranstalter und das Publikum. Das „Januarsingen“ richtet sich an Unternehmen in der Region, an sangesfreudige Geschäftsführer und deren mutige Mitarbeiter. Mit einem Song ihrer Wahl konnten sie unter professionellen Voraussetzungen auftreten – Licht, Ton, eine Profi-Begleitband, Moderatoren und ein Backgroundchor aus Schauspielrinnen der ubs gehörten dazu. So liebevoll hat man Amateure selten umsorgt. Einzige Bedingung für die Teilnehmer war: Der Song muss live gesungen werden.

Von Karat bis Udo Lindenberg

Auf der Bühne standen Mitarbeiter aus Schwedter, Angermünder und Passower Firmen sowie Altenpfleger und Erzieher, die sich ins Scheinwerferlicht trauten. Sie hatten eine einzige Probe am Vortag und haben dann ihr Bestes gegeben mit Songs unter anderem von Udo Lindenberg, Edith Piaf, Karat und den Toten Hosen.

Die Jury hatte keine leichte Entscheidung zu treffen. Die „Goldene Wruke“ ging schließlich an das Duo Hannes Hähnel und Ferdinand Wilbrecht von der Oberschule „Ehm Welk“ in Angermünde für ihr Medley aus Johnny Cash- und John Denver-Songs. Hannes Hähnel, Lehrer für Geschichte und Deutsch, nach der Pokalverleihung: „Das Singen hier war eine schöne Erfahrung für uns mit sehr netten und hilfsbereiten Leuten vom Theater und einem großartigen Publikum.“

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Mit ihrem Bühnenauftritt in schwarzer Spitze sorgte Lisette Ulrich von der Kita „Gänseblümchen“ in Passow für Aufsehen. Sie schwärmte: „Ich habe mir diesen Song nicht ausgesucht, sondern meine Hortkinder. Sie sind sechs bis zehn Jahre alt. Bessere Unterstützer gibt es nicht als meine Kinder.“ Mitten im Publikum stand Markus Hartwig aus Eberswalde. Er lobte die Idee der ubs: „Das Theater gibt den Leuten die Chance, das, was sie lieben, auf der Bühne zu zeigen. Es ist toll von den Teilnehmern, dass sie sich trauen.“ Andrea Moßdorf ergänzte: „Das Publikum geht unwahrscheinlich gut mit. Jeder Künstler bekommt seinen Applaus, jeder wird gefeiert.“

Bei AC/DC sang Publikum lauthals mit

Geradezu frenetisch gefeiert wurde Sängerin Anne Wohlgemuth von den Stadtwerken Schwedt mit ihrem eigens gegründeten Chor aus Kollegen. Bei ihrem „T.N.T.“ der australischen Rockband AC/DC sang das Publikum lauthals mit – die Begeisterung kannte keine Grenzen. Der Applausometer, der live auf einer Leinwand eingeblendet wurde, zeigte ganz klar: Der Publikumspreis geht an das Team Stadtwerke.

Sängerin Anne Wohlgemuth wohnt in Pasewalk und fährt jeden Tag zur Arbeit nach Schwedt. „Wir haben in der Kantine geprobt und hatten schon dabei unseren Spaß“, erzählte sie.

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Als Moderator des Abends glänzte Schauspieldirektor Tilo Esche im goldenen Show-Jackett. Er wandte sich glücklich an das Publikum: „Heute ist ein Abend, an dem sich die Bühne bis in den Saal erweitert. Ihr helft allen, die hier aufgetreten sind, durch eure positive Energie.“ Für das „Januarsingen 2024“ sollte man sich rechtzeitig Karten besorgen oder gleich selbst mitmachen. Anmeldeschluss ist der 10. Dezember dieses Jahres.