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Infrastruktur

Pasewalk drückt bei Industriepark-Erschließung aufs Tempo

Pasewalk / Lesedauer: 2 min

Pasewalks Stadtvertreter werden sich bald mit dem Industriepark Berlin-Stettin beschäftigen. Es geht um nächste Planungsschritte und die Straßenanbindung.
Veröffentlicht:21.02.2020, 09:22

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Die Vermarktung des 156 Hektar großen Industrieparkes Berlin-Stettin tritt in die heiße Phase. Ein Unternehmen aus dem Raum Stuttgart möchte in Kürze die ersten Flächen erwerben und dort eine Firma im Bereich Industriesystembau ansiedeln. Vor diesem Hintergrund setzt Pasewalk jetzt auf Tempo, um das Gebiet für den so genannten Industriegewerbegroßstandort zu erschließen.

Ursprünglich sollte dazu die Kreisstraße 7 in Richtung Stolzenburg ertüchtigt werden. Dazu wurden seit Längerem Gespräche mit dem Landkreis geführt. Doch der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) als auch der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) signalisierten in ihren Stellungnahmen zu dem Straßenbauvorhaben, dass sie einer beiderseitigen Fällung der Linden in der Ortslage Franzfelde nicht zustimmen würden und möglicherweise klagen, informierte in der Tagung des Hauptausschusses Pasewalks Bauamtsleiter Marko Schmidt. Auf einen zeitaufwendigen Rechtsstreit wollen sich weder Stadt noch Landkreis einlassen.

Beratung über alternative Straßenführung

Weil darüber hinaus auch das Straßenbauamt Neustrelitz die aktuelle Verkehrsführung von der B 104 in Richtung Stolzenburg wegen der Sichtverhältnisse für nicht ideal hält, kommt jetzt eine andere Straßenführung ins Gespräch. Pasewalk will den Gewerbestandort über eine zweite Anbindung erschließen, sagte Schmidt. Sein Fachbereich erarbeitete eine entsprechende Änderung zum vorhandenen Bebauungsplan aus dem Jahre 2009. Diese Anbindung soll laut Schmidt über den bis jetzt unbedeutenden Weg ab der B 104 in Höhe des Vermessungsbüros Zeise bis an die Stolzenburger Straße heranführen und sie überqueren. Hinter den Grundstücken führt die Anbindung zum Industriegebiet und verlässt es gegenüber der Einfahrt zum Kompetenzzentrum für den Flugzeugbau und die Flugzeugentwicklung. „Mit dieser Anbindung an den Stolzenburger Weg wird das Verkehrsaufkommen durch den Ortsteil Franzfelde erheblich gemindert und dem Alleenschutz im Ortsteil weitestgehend Rechnung getragen“, sagte der Bauamtsleiter.

Pasewalks Stadtvertreter können dieser Idee in der Tagung am 27. Februar folgen und der 2. Änderung des B-Planes 30/09, erster Bauabschnitt, zustimmen. Werden die B-Planänderungen von den Stadtvertretern auf den Weg gebracht, dann soll die Öffentlichkeit über die Zwecke und Auswirkungen dieser Änderungen frühzeitig informiert werden. Die Planungen werden dann im städtischen Bauamt ausgelegt, damit die Bürger Anregungen und Bedenken äußern können. Schmidt unterstrich, dass die zahlreichen Investorengespräche in den vergangenen Monaten es dringend erforderlich machen, den ersten Bauabschnitt umzusetzen. Die östliche Anbindung des Gebietes sei Voraussetzung, damit sich das Gebiet insgesamt entwickeln kann.