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Pasewalker Feuerwehrleute bekommen für Jubiläen mehr Geld

Pasewalk / Lesedauer: 2 min

Kameraden werden in Pasewalk für Jubiläen geehrt. Bislang war das nur eine Festlegung, jetzt haben die Stadtvertreter eine rechtliche Grundlage geschaffen. Die CDU setzte sich mit der Forderung nach mehr Geld durch.
Veröffentlicht:15.07.2023, 06:37

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In den Ausschüssen der Pasewalker Stadtvertretung war alles klar: Kameraden und Kameradinnen der Freiwilligen Feuerwehr Pasewalk erhalten für  Dienstjubiläen eine gestaffelte Geldprämie — beginnend mit 75 Euro beim zehnten Dienstjubiläum bis 250 Euro beim 50. und jedem weiteren zehnten Jubiläum. Zudem kann auf Entscheidung des Wehrvorstandes für außerordentliches Engagement eine einmalige Prämie in Höhe von 50 Euro gewährt werden. Auf diesen Kompromiss hatten sich die Stadtverwaltung und die Feuerwehr zuvor geeinigt.

„250 Euro bei 70. Jubiläum? Ärmlich!“

In der jüngsten Sitzung der Stadtvertretung legte die CDU–Fraktion überraschend einen Änderungsantrag vor. Dieser sieht eine Prämien–Zahlung von 100 Euro beim zehnten Jubiläum vor. Diese Zahlung erhöht sich nach zehn Jahren um jeweils 100 Euro bis zum 70. Jubiläum mit 700 Euro. Auch die 50 Euro für außergewöhnliches Engagement sollen gezahlt werden. Die Mittel seien in den Haushalt einzustellen.

„Die Höhe der Prämie ist uns zu wenig. 250 Euro bei 70 Jahren Mitgliedschaft in der Feuerwehr ist ärmlich“, begründete CDU–Fraktionschef Michael Busch den Änderungsantrag. Die Feuerwehr, so Busch, müsse wegen ihrer überragenden Bedeutung in der Stadt absolute Priorität haben. Die Kameraden würden in der Freizeit Leib und Leben aufs Spiel setzen. Wenn es die Ehrenamtlichen in der Wehr nicht gäbe, bräuchte man eine Berufsfeuerwehr, was für die Stadt deutlich teurer wäre.

„Höhere Prämien sind Herausforderung für den Haushalt“

Der Fraktionschef erinnerte an einen Gartenlauben–Brand am Pfingstsonntag, als die Besitzer und Nachbarn um ihr Eigentum bangten. Busch betonte, dass die CDU–Fraktion kurz vor der Stadtvertreter–Tagung und nach den Ausschuss–Sitzungen die Vorlage der Verwaltung noch einmal diskutiert habe und zu dem Entschluss gekommen sei, einen erweiterten Antrag einzubringen.

Bürgermeister Danny Rodewald (parteilos) zufolge sind mit dem Antrag der Verwaltung bereits Mehrausgaben für diesen Bereich verbunden gewesen. Weil die Gelder schon abgehoben sind, habe man beim 50. Dienstjubiläum eine Stagnation eingeführt. Für den neuen Haushalt sei die Anhebung der Geldprämien eine Herausforderung.

Der Antrag der CDU wurde mit 20 Ja–Stimmen einstimmig angenommen. Ein Antrag von Kristian Belz (FuH), das Thema noch einmal in den Ausschüssen zu beraten, fand keine Mehrheit.